Augsburg war einst das Zentrum der europäischen Textilindustrie. Während alle anderen nach Asien gingen, starteten wir hier. Nicht aus Nostalgie, sondern aus Überzeugung. MANOMAMA produziert seit 2010 Bekleidung, bei der du weißt, wo sie herkommt – und dass die Menschen dahinter eine gute Arbeit haben.
Zwei Generationen, eine Vision

Eine Idee mit zukunft.
Sina Trinkwalder gründete MANOMAMA, als die deutsche Textilindustrie schon längst aufgegeben hatte. Sinas Vision: Menschen eine berufliche Perspektive zurückzugeben. Mit Sohn Magnus ist nun auch die zweite Generation an Bord. Seine Vision ist, diese Idee weiterzuentwickeln und zukunftsfähig zu machen.
2010
2010 gründet Sina Trinkwalder in
Augsburg die ökosoziale Textilfirma manomama. Das Konzept ist so radikal wie
einfach: faire Löhne, saubere Arbeitsbedingungen, regionale Produktion — und Jobs für genau die Menschen, die der Arbeitsmarkt sonst nicht will.
Alleinerziehende Frauen, Ältere, Menschen ohne Berufsabschluss, mit
Migrationshintergrund. Im selben Jahr gewinnt manomama gleich mehrere Preise und findet bundesweit Beachtung. Ein Anfang, der so klingt, als wäre er geplant gewesen.

2012
Irgendwann reicht der Platz nicht mehr. Also zieht manomama
um. In neue Hallen, mit noch mehr Raum für Ideen und Platz für alle
Kolleg*innen. Die neue Produktionsstätte liegt im Herzen des Augsburger
Textilviertels auf dem Gelände der ehemaligen NAK, wo Stoffe produziert und bedruckt wurden.
Was sich ändert: der Maßstab. Aus einem Nähraum wird eine
Textilfabrikation. Aus einer Idee wird ein Betrieb. Aus einer Handvoll Menschen
werden immer mehr — mit unterschiedlichsten Lebensläufen, aus über 40 Nationen, mit Geschichten, die der Arbeitsmarkt sonst nicht hören will.

2013
2013 findet das Sortiment ihr Herzstück: Jeans aus Biobaumwolle. Manomama stellt einige Hundert Jeans im Jahr her — immer nach Bedarf, nie auf Vorrat. Außer der Biobaumwolle, die von einer Bio-Kooperative aus Tansania stammt, kommen alle Komponenten von deutschen Herstellern. Eine Jeans, deren Bestandteile lückenlos nachvollziehbar ist. Das ist neu in der Branche und bleibt bis heute einzigartig.

2015
2015 bekommt Sina Trinkwalder das Bundesverdienstkreuz. Damit wird das Engagement bei manomama mit einer der höchsten Auszeichnungen des Landes geehrt. Fünf Jahre, in denen bewiesen wurde, was viele für unmöglich gehalten hatten: Dass Textilproduktion in Deutschland und wirtschaftlicher Erfolg kein Widerspruch sind. Dass Menschen, die der Arbeitsmarkt aussortiert, gute Arbeit leisten — wenn man ihnen die Chance dazu gibt.
2017
Manomama läuft. Aber es gibt Menschen, bei denen es nicht läuft und die nicht gesehen werden. Aus diesem Grund wird ein Schwesterunternehmen gegründet – die BRICHBAG GmbH, in Kooperation mit einem deutschen Hersteller aus der Sonnenschutzindustrie: Dessen Zuschnittresten werden zu Upcycling-Rucksäcken, die an Obdachlose weitergegeben werden. Material, das sonst entsorgt worden wäre, wird zu Rucksäcken für Menschen, die sonst übersehen worden wären.

2021
Corona, Probleme in der Weltwirtschaft. Auch die Modeindustrie steckt in der Krise. Lager laufen voll, Lieferketten reißen, Firmen gehen in Kurzarbeit. Manomama nicht. Wer nie auf Überproduktion gesetzt hat, sitzt nicht auf Ware, die niemand kauft. Wer regional produziert, hat keine Probleme mit Lieferketten. Wer nur auf Bestellung fertigt, braucht keinen Notfallplan. Und mitten in der Krise eröffnet manomama ein größeres Ladengeschäft in der Augsburger Innenstadt. Ein Schritt nach vorne, während andere zurückrudern.

2023
Seit mehr als 13 Jahren behauptet sich manomama am Markt. Der Vertrieb läuft über den Onlineshop und ein 240 Quadratmeter großes Ladengeschäft in der Augsburger Innenstadt. Was 2009 als Blog begann, ist heute eine Textilfabrik mit über 50 Mitarbeitenden aus vielen Nationen.
Sinas Sohn Magnus steigt nach seiner Ausbildung ins Unternehmen ein. Er setzt auf handwerkliche Qualität und eine Zielgruppe, die sich mit dem Produkt beschäftigen will - nicht auf schnelle Klicks, sondern auf echte Überzeugung. Das Familienunternehmen bleibt, was es immer war - und wächst jetzt in die nächste Generation. Haltung vererbt sich.
Der 500km-Radius
Unsere Lieferkette passt auf eine Landkarte
Die meisten Kleidungsstücke reisen einmal um die Welt, bevor du sie trägst. Unsere nicht. Von der Spinnerei bis zur fertigen Jeans: Alles passiert in einem Umkreis von 500 Kilometern um Augsburg.
Warum wir machen, was wir machen

Mode, die mehr ist als Kleidung
Klar, wir verkaufen Jeans und Shirts. Aber eigentlich geht's um was anderes:
Um den Beweis, dass Wirtschaft auch anders funktioniert. Dass Regionalität nicht naiv, sondern notwendig ist. Dass Transparenz keine Romantik, sondern eine kluge Strategie ist.
Jedes verkaufte Teil ist ein Stück dieser Vision. Und mit deiner Entscheidung, machst du sie ein bisschen realer.
