Wir sind eine Chancengesellschaft.

02. September 2011 5 Kommentare »
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Ich will nicht mehr warten. Darauf, dass die äußeren Rahmenbedingungen sich ändern und wir es vielleicht etwas einfacher haben. Ich habe in den vergangenen sechs Monaten mit unzähligen „Verantwortlichen“ über mein geplantes Engagement gesprochen. Ihnen sehr konkret meine Ideen auf den Tisch gelegt. Und da scheinen sie noch heute zu liegen. Immerhin hat der bayerische Staatskanzleichef Huber nach fünf Monaten einen netten Antwortbrief geschrieben mit dem Verweis, mich an neue Stellen zu wenden. Das mache ich auch gerne. Aber, wer mich langsam kennt, weiß, dass Geduld nicht meine Stärke ist. Deshalb fangen wir jetzt einfach an. Einer muss es ja tun, heißt es so schön. In unserem Fall würde ich sagen: wir hier wollen es tun. Aber was eigentlich?

Unsere Bundeskanzlerin, Frau Angela Merkel, stellte 2007 (was immerhin fast fünf Jahre sind) ihr neues Ziel vor. Sie sagte: „Frei und sicher leben in der Chancengesellschaft“. Würde man sie heute fragen, käme wohl der Verweis auf niedrigste Arbeitslosenzahlen und enormer Fachkräftemangel. Ziel erreicht. Für Frau Merkel. Für mich nicht. Richtig ist, dass wir einen enormen Fachkräftemangel haben. Was dabei aber komplett vergessen wird, ist die Tatsache, dass wir viel zu viele „einfache, normale“ Menschen haben, ohne Doktortitel und Auslandserfahrung. Diese Menschen sind am Rande unserer Gesellschaft (wenn überhaupt noch), weil sie keine Arbeit haben. Diese Menschen werden vergessen. Oder in völlig sinnlose, menschenunwürdige Maßnahmen gesteckt (http://www.sueddeutsche.de/kultur/die-armutsindustrie-kein-ding-machen-1.108620), damit sie aus der Statistik sind.

Dass in diesen Maßnahmen mehr kaputt geht als gefördert wird, wollen Arbeitsagentur und betreuender Qualifizierungsbildungsträger nicht sehen. Provokant formuliert: das Amt hat sie los, und der Maßnahmenanbieter verdient eine Menge Geld damit. Uns selbst ist es passiert, als man uns eine Praktikantin schickte: „40 Wochenstunden, 2 Pausen am Tag und bitte binden Sie sich von Anfang an gleich ein. Schließlich muss die Dame wieder arbeiten lernen“, waren ungefähr die Worte der Vermittlerin. Die Praktikantin kam, ich sah sie und mir war klar: „Das wird nichts“. Eine Frau, Mitte 50, das halbe Leben bei den Kindern zu Hause und den Haushalt gemanaged. Den ganzen Tag allein auf sich gestellt, kaum Selbstbewußtsein, wenn es um die eigene Arbeitskraft außerhalb des Herds (verzeiht, ich meine das nicht schnippisch) geht und keinen um sich herum soll von jetzt auf gleich, von Null auf Hundert sich in ein Team integrieren und „gleich richtig zulangen“? Eben. Wir haben abgelehnt, weil wir uns nicht zum Handlanger für sinnlose Bildungsträger machen möchten.

Das andere Extrem ist die „Silohaltung“ von Menschen, die zwangsweise in Maßnahmen gesteckt werden. „Bitte nehmen Sie mich, egal wofür“, sagte die 62jährige Dame, die sich bei uns persönlich vorstellte. Sie habe damals aus der Zeitung von uns erfahren, nahm spontan eine Bewerbung („Wir schreiben ja nichts anderes als dauernd Bewerbungen in diesen dämlichen Trainings“) und besuchte uns. „Ich wäre auch billig. Die Agentur würde ein Jahr lang die Hälfte bezahlen, wenn Sie es gut hindrehen, sogar mehr!“, sagte sie mit fast schon flehendem Ton. Das war mir zu viel. Sieht so, verdammt nochmal, die Chancengesellschaft aus, die Merkel so sehr anpeilt? Wahrlich nicht.

Ich kann mich sehr gut an die Worte einer Manomama erinnern: „Wer will mich alte Schachtel denn noch mit 58? Niemand. Dauernd Absagen. Das macht keinen Mut“. Edith, so heißt diese Manomama übrigens, ist heute eine unserer erfolgreichsten und macht sich in Kürze sogar mit einem eigenen Laden selbstständig. Ja, wir mochten sie von Anfang an – und heute überhaupt nicht mehr missen. Aus der Arbeitslosigkeit in den eigenen Laden.  Als ich diesen „Werdegang“ so in meinem Freundeskreis erzählte, sagte prompt einer meiner besten: „Mensch, ihr seid ne echte Chancengesellschaft!“ Und da klingelte es: Richtig, wir sind eine Chancengesellschaft. Jeder Mensch, ungeachtet von Herkunft, Alter und Qualifikation, der zu uns kommt, erhält eine Chance. Gleichzeitig sehen wir ihn als Chance. Und so muss es sein. In einem Unternehmen. Und in unserer Gesellschaft.

Wenn ihr euch gefragt habt, wer die junge Dame oben auf dem Foto ist, darf ich euch verraten: Es ist Derya, 29 Jahre alt. Ihren erlernten Beruf, Steuerfachgehilfin, kann sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben. Immer wieder Maßnahmen, immer wieder dasselbe. Wäre da nicht Bobo, ihr neuer Maßnahmenbetreuer. Ein toller, engagierter Mensch. Er saß mit mir auf einen Kaffee zusammen und wir beschlossen, für Menschen wie Derya zu kämpfen: raus aus müden Maßnahmen, rein in eine betriebliche Ausbildung mit Übernahme. Seit Derya bei uns ist (und in Suley eine echte Unterstützung gefunden hat), seit sie selbst das Tempo ihrer Arbeit bestimmen darf, lacht sie wieder. Und backt sogar Kuchen – für das ganze Team (inklusive Agentur). Ihr möchte ich und darauffolgend vielen weiteren Menschen, gemeinsam mit allen, die uns unterstützen, wieder eine Chance geben. Weil Derya auch eine Chance für uns ist. Für uns alle. Für eine bessere Gesellschaft.

Und jetzt muss ich Papierkram machen, denn ganz ohne geht es nicht,

liebe Grüße
Sina



Jeder muss mal Federn lassen.

01. September 2011 47 Kommentare »
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Mein offener Brief an den Herrn Wesjohann – weil mich die gestrige Wiesenhof-Reportage auf der ARD einfach sehr bewegt hat und es einfach zeigt, dass die Art Wirtschaften, wie wir sie heute treiben, keine Zukunft mehr haben darf.

Lieber Herr Wesjohann,

gestern war mal wieder was los bei euch, nicht? Wieder eine Reportage über untragbare Zustände bei euch in der Firma. Wieder einmal diese unsäglichen Journalisten, die nicht rosige Zustände auch noch in den Dreck ziehen. Und dann noch diese Tieraktivisten wie PETA. Furchtbar. Um ehrlich zu sein: Ich konnte die halbe Nacht ja nicht schlafen. Ja, es hat mich derart angeekelt. Mein Onkel ist Metzger, und ich war auch schon als Kind beim Schlachten dabei. Es ist also nicht so, dass ich nichts aushalten würde. Aber die Bilder gestern waren auch für mich zu viel.

Dennoch: Schön, dass Sie sich wirklich vor die Kamera gesetzt haben und mal ein bisschen aus dem Nähkästchen plauderten. Mal erklärten, wie es wirklich ist. Dass Ihnen vieles nicht bekannt sei über die gezeigten Zustände in Ihren Vertragshühnerfarmen. Dass Sie nicht zuordnen könnten, ob die Ihnen gezeigten Bilder wirklich aus einer Ihrer Ställe kommen. Dass Sie Subunternehmern doch bitte keine Vorschriften in Sachen ökonomischen Waltens machen können. Darf ich ehrlich sein? Ich bekam Mitleid. Da sitzt ein erfahrener, alter Unternehmer, und das darf man bei 50 Jahren Hühnerengagement sicherlich sagen, auf einem hölzernen Stuhl – und zeigt vor laufender Kamera, was am Ende herauskommt, wenn man jahrelang neokapitalistisch und rein wachstumsorientiert wirtschaftet: Sie haben Ihre Zahlen im Griff. Ihren Laden, so scheint es, längst nicht mehr. Und die von Ihnen propagierten Werte stecken tief in der – richtig, Hühnerkacke.

Natürlich, lieber Herr Wesjohann, sind letzten Endes die Konsumenten schuld. Immer günstiger soll es sein, das Fleisch. Und immer größer müssen sie sein – Ihre unternehmerischen Gewinne. Im Vergleich zu Ihrem Geflügel bekommt der kapitalistische Unternehmer schließlich nie den Hals voll. Um beides zu erreichen, verkaufen Sie Billiggeflügel – und Ihre Werte. Aber – ist es das wert?

Freilich, lieber Herr Wesjohann, Sie sind nicht der einzige, der prozessoptimiert agieren muss. Jeder in der Branche hat wohl ähnliche Vorkommnisse. Schließlich möchte niemand Federn lassen, wenns um Marktanteile geht. Aber wo bleibt ihr Anteil an Verantwortung – gegenüber „Mensch, Tier und Umwelt?“ Als einer der Großen könnten Sie doch mal mit gutem Beispiel vorangehen. Stehen Sie doch mal auf, und entscheiden Sie morgens, „was komplett Verrücktes zu tun“: Respektvoll gegenüber allen zu handeln. Holen Sie Menschen aus der Subwelt und  stellen sie jene ein, die für Sie rupfen, halten Sie Tiere so, dass sie nicht in ihren eigenen Exkrementen stehen. Jeder von uns weiß, wie man sich fühlt, wenn man bis zum Hals in der Scheisse steckt… Wie, Ihre Produkte würden um mindestens 100% teurer werden? Seien Sie beruhigt, lieber Herr Wesjohann, ein Wiesenhof-Hähnchen für 6 Euro wäre das erste Wiesenhof-Produkt, dass ich kaufte. Weil die Bedingungen stimmten.

Eines möchte ich ja noch loswerden, lieber Herr Wesjohann. Nehmen Sie sich bitte kein Beispiel an Ihrem werten Unternehmerkollegen, dem lieben Herrn Otto. Der bzw. der Logistiker Hermes bekam ja vor einigen Wochen ebenso via ARD sein Fett weg. Ja, immer wieder das gleiche Problem mit den Subs. Hier gings nicht ums Rupfen, sondern ums Päckchen ausfahren. Interessanterweise kann auch der Herr Otto seinen Subunternehmern keine Vorschriften in Sachen ökonomischen Handels machen. Ja, und auf den ARD-Bericht hin waren da wohl ein paar clevere PR-ler, die dem Herrn Otto nahegelegt haben, in absehbarem Reaktionszeitraum eine positive Gegennews zu setzen. Quasi um das PR-Konto wieder auszugleichen. Alles berechenbar – und so kam es auch: Gestern schrie der liebe Herr Otto durch die Journallie, er würde gerne „Reichensteuer“ zahlen. Das, lieber Herr Wesjohann, ist ein Schlag ins Gesicht jedes Päckchenausfahrers, die für Otto fahren – und am Ende des Gelds noch so viel Monat übrig haben. Das ist blanker Hohn gegenüber Kindern in Indien, die auf Heine-Blusen Perlchen stickten. Das, lieber Herr Wesjohann, ist nicht respektvoll – und Respekt gegenüber Mensch, Tier und Umwelt ist ja Ihr Ding.

Unter uns: ich dachte ja immer, Ihr Buben da oben seid die ganz großen Wirtschafter mit Mumm und Durchsetzungskraft, Verantwortungsbewusstsein und Chuzpe. Und doch seid ihr feig wie ein einzelner Piranha, wenn‘s darum geht, einen Cent zu verlieren. Aber ich darf Ihnen versichern: Ihr Geld ist nicht weg, es ist nur woanders. Und dort gut aufgehoben – bei Menschen, die es wirklich brauchen. In Ihrem Falle auch bei Tieren, die in ihrem überschaubaren Lebenszeitraum es wenigstens einigermaßen artgerecht haben. Aber halt, das lernte ich ja eben in Ihrem Faktencheck: Artgerechte Haltung gibt es bei Nutztieren nicht. Sie sprechen von „tiergerechter“ Haltung. Und was gerecht fürs Tier ist, setzt wer fest? Eben.

herzliche Grüße
Sina Trinkwalder



#Hach.

22. Juli 2011 Keine Kommentare »
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Vor einem halben Jahr haben wir unseren ersten “Großauftrag” eines Unternehmens erhalten: Blusen und Hemden für Ökoring. Und was trudelt heute ein? Eine eMail, über die wir uns riesig freuen.

“Liebe Frau Trinkwalder,

mit den bei Ihnen gekauften Blusen für unsere Mitarbeiter sind wir sehr zufrieden. Vielleicht haben Sie ja auch unsere Pressemitteilung dazu gelesen?

Gerne würden wir deshalb für unsere neue Kollegen weitere in der gleichen Art bei Ihnen bestellen.”

Danke, liebes Ökoring-Team, dass ihr uns so unterstützt!
Wir gehen gleich ans Schneidern…

Eure Sina & Team



Die BigMac-Blase muss ploppen.

17. Juli 2011 1 Kommentar »
Abgelegt unter Sinas private Gedanken

Eigentlich habe ich das ja schon lange gesagt: Das, was wir als Kunden zahlen, ist noch lange nicht der Preis, der eigentlich fällig wäre.

Ein Produkt zum Beispiel hat Herstellungskosten: Material, Löhne, Transport & Steuern. Okay, noch ein Schlagobers voll Zoll. In den Geschäften kommt dann Marge oben drauf und fertig ist unser Verkaufspreis. Das aber ist ein Verkaufspreis im doppelten Sinne: denn es wird weder Klimaverschmutzung u.ä., noch Ausbeutung von Menschen, also Umwelt- und Sozialkosten verrechnet. Unser linearer Verkaufspreis verkauft Umwelt und Mensch.

Ein stinknormaler BigMac für 3 US-Dollar, so hat Umair Haque, Autor des „The New Capitalist Manifesto“ herausgefunden, müsste eigentlich 30 $ kosten, berücksichtigt man – wie er in eindrücklicher Weise tat – reale Umwelt- und Sozialkosten. Ein BigMac an sich ist mir kein kulinarischer Genuss. Diese Beweisführung aber schlug mir gehörig auf den Magen. Dass der Preis so viel höher ist, hätte selbst ich nicht erwartet. Mehr noch: So ein Burger, liegt er denn mal einige Minuten zu lange in der Warmhaltetheke, wird aus Qualitätssicherungsgründen dem Eimer zugeführt. Ein Wahnsinn.

Das Geld, was hierbei weggeworfen wird, schmerzt mich nicht. Seit Dotcom-Blase, Finanzblase, EU-Blase glaube ich langsam nicht mehr daran. Vielmehr den verdeckten Schaden, den wir damit anrichten, schockiert mich. „Wir brauchen eine Strategie, um das zu ändern“, sagt gestern Abend ein Freund, den ich anrief, um mit ihm darüber zu reden, zu mir.

Strategie (vom altgriechischen strategós, Feldherr, Kommandant) ist ein längerfristig ausgerichtetes planvolles Anstreben eines Ziels unter Berücksichtigung der verfügbaren Mittel und Ressourcen“ (Wikipedia)

Und nein, genau das brauchen wir nicht, denke ich mir. Strategie ist so 1.0. Wir analysieren den Ist-Zustand, ermitteln die möglichen Mittel und legen dann fest, was machbar ist. Blödsinn.

Lustigerweise sage ich stets „Meine Strategie ist es, keine zu haben“, fragt mich jemand nach dem Plan in Sachen manomama. Denn: wir haben eine Philosophie. Und genau das brauchen wir auch, um die großen, globalen Probleme zu lösen. Eine Philosophie. Wir müssen versuchen, die Welt und den Menschen zu verstehen, um möglicherweise zeitgemäße, neue Werte zu schaffen oder aber immerwährende Werte zu revitalisieren. Nicht, durch Strategien „Pseudo-Values“ aufzublasen. Das führt nur in ein künstlich überzüchtetes Gebilde an Blasen, die, wann auch immer und warum auch jemals platzen, wenn sie Lust haben.

Dieser Wandel bedingt auch, dass wir uns verabschieden von „immer mehr und immer schneller“, hin zu „besser und beständiger“. Die logische Konsequenz dieses Wandels, wenn vollzogen ist einfach: Der BigMac wird im besten Fall die Kosten verursachen, die der Verkaufspreis abbildet.

Fast schon zu einfach, um wahr zu sein. Aber ich glaube daran. Vielleicht auch, weil ich gestern eine wichtige Erkenntnis hatte. Ich feilte noch ein wenig an einem Text herum. Unter anderem formulierte ich:

„Wir müssen endlich konsequent den regionalen Aspekt der Rohstoffe beachten und aufhören, billige Ingredienzien aus der Weite gegen regionale Zutaten aus reinen Kostengründen zu ersetzen. Dies nämlich ist eine sehr kurzfristige Einsparung.“

 Wir dürfen zum Beispiel keinen Raubbau an Regenwäldern mehr treiben und Menschenrechtsverletzungen „übersehen“, nur, damit unser Palmöl-kitkat-Riegel uns die Pause versüßt. Ich möchte nicht einmal wissen, was dieser Schokoriegel, berücksichtigt man Umweltschäden und soziale Missstände, kosten müsste. Würde der Hersteller das Fett gegen regionales Öl tauschen (was übrigens problemlos machbar wäre und einige Hersteller bereits umgestellt haben), wären verdeckte Umwelt- und Sozialkosten minimal. So einfach wäre das.

Der Spruch „Think global, act local“ begegnet jedem Leser eines Strategiebuchs. Im Philosophieschinken würde stehen: „Act local, respect global!“. Nachhaltigkeit ist nichts anderes als ein Synonym für Respekt. So einfach ist das.

Euch einen schönen Sonntag,
Eure Sina



Gutes findet sich.

Eine eMail, die ich erhielt:

“Liebe Sina,

ich wollte Dir eine kleine Geschichte erzählen. Leider habe ich Dich gestern nicht mehr angetroffen, also schreibe ich Dir:

 Am Dienstag wollten wir zuerst bei Dir zum Vermessen wegen meines Hochzeitsanzugs vorbeisehen. Anschließend in die Stadt, um nach Trauringen Ausschau zu halten. Leider hattest Du ja am Dienstag keine Zeit, und so sind wir dann gleich in die Stadt.

Mir war das erst gar nicht so recht, weil ich Dich zuerst fragen wollte, mit wem Du jetzt den Schmuck produzierst. Da nämlich weiß ich, dass ich was Gutes bekomme. Nun gut, so sind wir dann ohne dieses Wissen in die Stadt gegangen. Lange gesucht und in einem Laden haben wir uns fast 1 1/2 Stunden beraten lassen – und wunderschöne Trauringe ausgesucht.

Als wir fast fertig waren, kam der (wie sich später herausstellte) Ladenbesitzer dazu und gab der Beratung noch den letzten Schliff. Dabei erwähnte er im Laufe des Gesprächs, dass er nun auch mit einer Augsburger Textilfirma zusammenarbeitet, und die heiße „manomama“ :) )

 Nun weißt Du spätestens jetzt, dass wir, warum auch immer, in der Alten Silberschmiede gelandet sind! :) Ich fand das wirklich genial, weil ich genau da hinwollte, aber Dich nicht vorher fragen konnte :) Und jetzt weiß ich, dass das Geld dort gut investiert ist, und wir wirklich gute Ringe bekommen. Er hat uns dann auch noch mit einem Augenzwinkern, und dem Hinweis auf das, was von manomama kommt, davon überzeugt, als Gravur keine Herzen, sondern die liegende 8 als Sinnbild für „Unendlichkeit“ und „Beständigkeit“ zu nehmen. ;)

Das wollte ich Dir gestern erzählen, weil es für uns wirklich ein wunderschönes Erlebnis war, und wir mit einer super Gefühl dann da rausgegangen sind.

Viele Grüße, Thomas”

Hach. (Anmerkung von Sina)




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