Im letzten Blogeintrag habe ich euch ja davon erzählt, wie mein Besuch so bei der Regierung von Schwaben war (Soziales ist Privatsache). Der Termin basierte auf der Empfehlung seitens der bayerischen Staatskanzlei. Dass daraus nichts wurde, habe ich in den vergangenen Tagen einigermaßen verarbeitet. Schließlich hatte ich ja immerhin noch den Strohhalm der Stadt Augsburg. Diese zog anfangs überhaupt nicht und, wie berichtet, irgendwann Mitte Juli, waren auf einmal doch Räumlichkeiten gegenüber dem Textilmuseum frei.
Wir trafen uns mit zwei wirklich netten städtischen Mitarbeitern, die meiner Begleitung (einem Anwalt übrigens, weil ich im Laufe der Zeit gelernt habe) und mir auch erzählten, dass das Objekt kaum vermietbar sei und wir ein schönes Konzept für einen Ökoshowroom erarbeiten sollten, dann würde das schon mit einer symbolischen Miete und so…
Einige Wochen vergingen und heute eben bekam ich einen Anruf – von der Stadt. Dem netten, wirklich sympathischen Mitarbeiter. Er riefe mich an, weil der Verantwortliche und auch die Entscheider der Sache ja so völlig mit anderen Dingen beschäftigt seien. Wir sprachen über die Schule unserer Kinder, über Waldkindergärten, schlicht, über verschiedenste Dinge. Und dann am Schluss noch kurzerhand über die Flächen gegenüber dem Textilmuseum. Und jetzt ratet mal, was die freundliche Stimme am anderen Ende des Hörers mir mitteilen musste? Richtig – das Konzept von uns sei wirklich toll, aber die schier unvermietbaren Flächen werden jetzt dringend notwendiger Besucherraum für das Augsburger Stadtarchiv. Deshalb könne die Stadt uns leider nicht berücksichtigen.
Tja, die Stadt, die schwäbische Regierung, die Landesregierung und auch die Bundesregierung – schätzen so sehr, was wir tun. Aber selbst etwas dafür tun? Nein. Mit unzähligen Terminen und verheißungsvollen Versprechnungen stellen sie uns ruhig und lassen uns warten, helfen ist gar nicht im Sinn. Wenn ich daran denke, schmerzen mir meine Hundertausende von Euros, die meine Werbeagentur schon der Stadt als Gewerbesteuer gezahlt hat und zahlt. Ehrlich.
Ich gönne mir jetzt in der Herbstsonne einen Kaffee, und gehe Nachdenken. Schließlich haben sich die Karten wieder verworfen, kein Ökoshowroom. Und ich muss zusehen, ein neues Blatt auf die Hand zu bekommen.
Genießt den Tag,
liebe Grüße
Sina




















