
Mit dem heutigen Tag startet unser zweites gutes Stück, ein kuschelweicher Plitsch.Platsch.Poncho für Kinder. Wie schon beim letzten Mal, geht von jedem verkauften Teil eine Spende in Höhe von 7 Euro an eine Organisation, die wir für unterstützenswert halten.
Die einzige Veränderung zum alten guten Stück ist neben der Laufzeit von nun zukünftig 4 statt 8 Wochen, dass wir die Teile nicht erst gesammelt nach Abschluss der Aktion fertigen und versenden, sondern jede Bestellung direkt bearbeiten.
Dieses Mal bekamen wir auf unseren Aufruf hin eine eMail von einer Kundin und Unterstützerin aus Frankfurt, die sich in der Vergangenheit selbst aktiv engagiert hat. Die Rede ist von AKIK – dem Aktionskomitee Kind im Krankenhaus e.V.. AKIK setzt sich für die Rechte der Kinder, aber auch betroffener Eltern rund um das Thema Krankenhaus ein. Glaubt mir, im ersten Zug dachte ich mir “Wie? Wir leben doch in Deutschland. Hier ist alles geregelt und unser Gesundheitssystem ist – trotz aller Kritikstimmen – meilenweit vom amerikanischen System entfernt. Hier kann sich Gesundheit doch jeder leisten.” Weit gefehlt, wie mir Telefonate und Gespräche mit Frau von Seiche- Nordenheim, der Vorsitzenden des Bundesverbandes AKIK e.V., zeigten. Längst ist es nicht selbstverständlich, dass Kinder in einer Kinderklinik oder entsprechenden Abteilungen eines Krankenhauses nicht nur untergebracht, sondern auch betreut werden. Bei weitem ist es nicht “normal”, dass Eltern auch bei längeren Krankenhausaufenthalten in möglicherweise weit entfernten Kliniken nicht von der Seite ihres Sprößlings weichen müssen.
Hier setzt AKIK e.V. an. Sie engagieren sich auf Bundesebene dafür, dass die Rechte kranker Kinder und ihrer Eltern anerkannt und umgesetzt werden. Im Kleinen sorgen die regionalen Verbände dafür, dass der äußerste Notfall möglichst gar nicht erst eintritt. So gibt es beispielsweise viele, viele Ehrenamtliche, die mit Bücherwägen in Krankenhäusern den Kindern vorlesen, mit ihnen spielen, einfach da sind und zuhören, so dass die elternlose und oft bedrückende Zeit ein bißchen schneller vorübergeht.
Was mich besonders an AKIK e.V. beeindruckt hat, ist die Tatsache, dass AKIK komplett lobbyfrei und parteilos arbeitet. Niemand kann sich hier über Spenden einkaufen. Der unermüdliche Einsatz von Frau von Seiche-Nordenheim und ihren vielen, vielen Helfern, die allesamt ausschließlich ehrenamtlich arbeiten und häufig noch nicht einmal die Auslagen ersetzt bekommen können, hat mich überzeugt: hier sind Menschen am Werk, die etwas verändern wollen. Insgeheim dachte ich mir: “Noch so eine Verrückte wie wir.” – und das im positivsten Sinne. Es zeigt mir, dass im Verborgenen unglaublich viele Menschen bereit sind, ihre Bequemlichkeit aufzugeben, weil sie fest daran glauben, dass man mit entsprechendem Einsatz viel erreichen kann.
Ich stelle euch in den nächsten vier Wochen, in denen diese Aktion läuft, noch einen Gesprächsauszug mit Frau von Seiche-Nordenheim vor. Wer schon jetzt mehr Informationen haben möchte oder sich selbst engagieren will, findet auf www.akik.de die entsprechenden Informationen.
Ihr kennt ebenfalls ein unterstützenswertes Projekt? Dann erzählt uns davon. Schreibt mir einfach eine eMail an service@manomama.de – ich freue mich darauf.
Eure Kathrin