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Viel Glück, liebe Elke!

Dienstag, 01. Februar 2011 18 Kommentare »
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Ich weiß nicht, wie ich beginnen soll. Am besten mit dem Ende. Das Telefonat heute morgen. Eine liebe Twitterin, die ich seit langem kenne und schätze, rief an und fragte mich, wieviel denn zusammengekommen wäre, schließlich müsse man die Summe gerade biegen. Und so nahm die Spendenaktion für @mamapowers, die @_phoeni initiierte und ich begleitete, ein rundum positives Ende.

Wie das denn?, mögen sich nun einige fragen. Schließlich haben wir unser Ziel, 37.500 Euro in den vergangenen zwei Wochen zu sammeln, verfehlt. Das Haus von Elke und ihren Kindern kann nicht gerettet werden, es geht nächste Woche unter den Hammer.

Auch die Bemühungen von @steuerkaba, meinem Anwalt und Steuerberater, mit der Bank zu verhandeln, scheiterten. Nicht zuletzt sei die “ungewöhnliche Bereitschaftslosigkeit” zum Verhandeln seitens der Bank wohl auch auf den vor kurzem aufgetauchten potenten Investor zurückzuführen, der bereits nebenan schicke Eigentumswohnungen hingestellt hat.

Es ist ausreichend, um dieser Familie etwas Luft zu verschaffen. Eine Verschnaufpause, um Kraft zu schöpfen, wieder auf die Beine zu kommen. Und dies dank einer Gemeinschaft, die sich für Menschen einsetzt. Nicht nur von Hilfe spricht, sondern Worten Taten folgen lässt.

Bei einigen hingegen gab es nur Worte. Es hagelte geradezu. Was die direkt Beteiligten wie auch Menschen, die für diese Aktion “warben”, an verbaler, mißgünstiger Schelte kassieren mussten, hat mich zutiefst getroffen. Für mich persönlich den Vogel abgeschossen hat eine e-Mail, die mich am Samstag nachmittag erreichte. Es war zum Zeitpunkt, als mein Schwiegervater genau sechs Stunden verstorben war und ich lesen musste:

“Frau Werberin! Einen schönen Todesfall stricken, um mehr Mitleid zu generieren! Die Spendeneingänge sind peinlich, und solche Mittel anzuwenden scheinbar deine letzte Chance!”

Liebe Kritiker, ich wünsche euch von Herzen, ihr mögt niemals in einer Notsituation sein. Helfen wird euch niemand. Und das zurecht.

Und dennoch bin ich sehr zufrieden und dankbar, dass über 350 Menschen ihre Hilfe tatkräftig anboten – und spendeten. Es hat nicht gereicht, um Elke das Haus zu retten, wohl aber ist es ein guter Grundstein für die Familie, mit weniger, vielleicht lastenfrei in eine neue Wohnung zu ziehen. Die Kaution bezahlen zu können. Die ersten Mieten begleichen zu können.

In den nächsten Tagen werden wir nun das Geld an @steuerkaba treuhänderisch überweisen. Er wird zusammen mit @mamapowers die nächsten Schritte klären. Elke ist gerade dabei, ein Blog aufzusetzen, denn sie möchte euch über die nächste Zeit informieren.

Für meinen Part wünsche ich Elke und ihrer Familie unendlich viel Kraft, Durchhaltevermögen und eine große Portion Glück, damit sich all das erfüllt, was sie sich wünschen.
Danke euch,
eure Sina

Hilfe für Elke & Familie (@mamapowers)

Dienstag, 18. Januar 2011 87 Kommentare »
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Aktueller Spendenstand (paypal & Kto.), 31.01.2011, 0:00Uhr: 5.000,- EUR

Man muss säen, wenn man ernten möchte. Eine alte Regel, die heutzutage nur zu gerne, und vor allem im Geschäftsleben und Bildungsbereich vergessen wird. Darüber hinaus müssen wir lernen, dass unser Saatgut vielleicht von anderen geerntet wird. Schaffen wir es, uns über diese Situation sogar noch zu freuen, haben wir es geschafft: den Weg in eine eichte Sozietas, eine Gemeinschaft, die füreinander einsteht.

Vor einer Woche war mein Mann und ich es, die einem Menschen, der über Twitter einen Hilferuf absetzte, spontan mit Dach und ein paar Euros helfen konnten, um den „Restart“ in ein neues Leben zu gestalten. Heute lese ich von eben jenem folgenden Tweet:

Bin nächste Woche au h mit nem 10er dabei!!!!

Das Saatgut wächst und wird weitergegeben. Aber an wen und warum? An @mamapowers, eine lang bekannte „Followerin“ von @_phoeni (die diese ganze Aktion überhaupt ins Rollen brachte) und mir.

Powerfrau, Stehaufweiblein und Löwin – so würde ich in drei Worten @mamapowers, 57, aus dem Raum Köln, beschreiben. Seit langem folge ich ihr. Auch wenn wir aus zwei Welten kommen, kämpfen wir für das gleiche: für das Gute. Umso beschämender für eine Gemeinschaft erachte ich die Situation, in der Elke nun ist.
Um vorab allen Kritikern und Zynikern, die nun gleich Argumente bringen werden wie „in unserem Staat muss niemand hungern“ oder „Die Alte hat doch selbst schuld, was muss sie vier Kinder in die Welt setzen“, Wind aus den Segeln zu nehmen: nein, Elke trifft keine Schuld und nein, verdammt nochmal, der Staat macht eben nicht jeden satt!

Aber von vorne. Elke ist 57 Jahre und seit über 10 Jahren alleinerziehende Mutter. Ihr Mann verließ sie und ließ die Jahre über aus keinen Unterhalt da. Ihren 7-Tage-Job als Event-Sekretärin musste sie der Kinder wegen aufgeben, denn sie hatte ein Ziel: ihren Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Ein guter Start war und ist – ihre Kinder wohnen noch bei ihr zuhause – eine exzellente Schulausbildung und niemals vom Staat zu leben.
Beides hat sie geschafft: Rike schreibt mit 26 Jahren nach einem exzellenten Abitur gerade ihre Magisterarbeit in Politik und Volkswirtschaftslehre, Pan (22) wartet nach dem Zivildienst derzeit auf eine Zusage zum Informatik-Stipendium, Ben (21) hat erfolgreich die Lehre als Gebäudeelektroniker abgeschlossen und absolviert seine zweite Lehre, Tim (19) beginnt nach mittlerer Reife und Zivildienst nun ab Sommer 2011 eine Lehre. Das alles finanzierte Elke ohne staatliche Unterstützung. Sie finanzierte dies alles durch ihre Selbstständigkeit, verdiente und verdient ihr „Geld“ auf Kunsthandwerkerbörsen und Weihnachtsmärkten mit Perlenkunst. Das ging eine Weile gut, bis „der Perlentrend vorbei war“. Die Umsätze gingen zurück, und es wurde nicht nur knapp, sondern verdammt knapp. Anstelle Unterhalts überschrieb Elkes Ex ihr die marode Hälfte eines alten Bahnerhauses. Und um genau dieses geht es nun.

Das Haus ist Zuhause, das Heim dieser Familie. Der Kredit noch mit 35.000 Euro im Soll. Das Einkommen von Elke und ihren Kindern ist weniger als der Regelsatz Hartz4, aber sie möchten niemanden zur Last fallen.

Wenn wir alle zusammenhelfen, jeder 10 Euro an Elke und ihre Familie spendet, ist das Haus gerettet. Vielleicht wird es ein bisschen mehr und die uralten Kohleöfen könnten ersetzt werden. Vielleicht wird es auch weniger, aber zumindest soviel, dass die Bank mit sich reden lässt.

@_phoeni und ich bitten euch von Herzen um eure Mithilfe. Weil @mamapowers es einfach verdient hat. Weil sie ihr Leben lang kämpfte, so lange es ging. Und nun geht es alleine einfach nicht mehr. Muss es auch nicht, weil ich fest daran glaube, dass wir Elke helfen können. Pah, vielen stehen vor dem Ruin, das muss sie schon selbst schaukeln, mögen nun einige denken. Dann spart euch bitte die Zeit und lest nicht weiter. Nutzt die Minuten lieber darüber nachzudenken, ihr wärt an Elkes Stelle.

Bis 31.01.2011 müssen wir helfen, und Geld sammeln. 
Vielen Dank fürs Lesen, Darüber nachdenken – und helfen!

Eure @_phoeni & Sina

P.S.: Ja, diese Informationen sind mit Erlaubnis von @mamapowers veröffentlich worden, auch wenn es ihr mehr als unrecht ist. Es ist aber nicht unrecht.

Einen guten Rutsch!

Freitag, 31. Dezember 2010 Keine Kommentare »
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Euch allen einen guten Rutsch und möge das Jahr 2011 genügend Stoff für eure Träume liefern!
Bis zum neuen Jahr,

eure Sina & Family und Team

Auf Biegen und Brechen

Montag, 11. Oktober 2010 8 Kommentare »
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Manchmal meint man es gut und macht Fehler. Gestern habe ich euch meine Gedanken zur aktuellen Situation, die NICHT NUR den Stuttgarter Bahnhof betrifft, niedergeschrieben, eingespielt und euch zum Anhören online gestellt. Die unzähligen tollen Kommentare haben mich sehr gefreut, weil ich darin bestätigt wurde, dass es zahlreichen Menschen ähnlich geht: wir vermissen die Nähe zwischen Volk und Politik, Nachvollziehbarkeit in Entscheidungen und – Transparenz.

Heute aber erhalte ich vermehrt Anfragen, Kommentare und “gute” Ratschläge, wie ich diese Lied zur “emotionalen Hymne” für S21 machen kann: Da müssten Prügelbullen und Wasserwerfer ins Video, zum Lied müssten auf Demos Flugblätter mit dem Mann und den tränenden blutigen Augen verteilt werden… Und das ist für mich der Punkt, wo ich sage: Jetzt ist mal Schluss!

In meiner Timeline habe ich sehr viele “Gegner” des Großprojektes, ich selbst bin ebenso nicht überzeugt von S21 (weil ich keine sinnvollen Argumente für den Bau vermittelt bekam). Alle meine Tweeties verhalten sich aber – in meinen Augen – so, wie man sich verhalten soll: Sie geben ihren Unmut von sich, verlassen dabei aber nicht den Pfad der Höflichkeit – und vor allem – der Wahrheit. Wenn ich höre, dass – verzeiht – ein Song wie dieser für eine bestimmte Sache instrumentalisiert werden soll, “emotional angereichert” durch einseitige Bildauswahl à la “Die Bullenschweine”, dann geht mir das entschieden zu weit. Jede Medaille hat zwei Seiten, und die gilt es bitte auch zu Wort kommen zu lassen. Am Ende entscheiden die besseren Argumente. Und wenn es blöd läuft – und das wird es wahrscheinlich – wird der Bahnhof gebaut. Vielleicht, weil die Gegner zu spät reagiert haben, vielleicht, weil die Bauherren zu wenig informiert haben. Vielleicht auch nur, weil es ebensolche horrende Summen kosten würde, es nicht zu bauen.

Ich vergleiche das gerne mit dem härtesten Rauchverbot, das Deutschland hat, hier in Bayern. Dort gab es sogar einen Volksentscheid – und? Kaum einer ging hin. “Na, dia hundsdreckiga Nichtrauchr, dia woans!” Richtig – die Nichtraucher gingen entscheiden. Und – obwohl ich selbst Raucher bin – es ist jener “Verdienst”, dass Bayern nun rauchfrei ist. Wir Raucher haben uns nicht dafür interessiert. Erst jetzt, wo wir vor der Tür stehen, schimpfen wenige über Nichtraucher, aber so, dass es kaum auszuhalten ist. Jetzt, wo es zu spät ist.

Können wir es nicht schaffen, Standpunkte innerhalb eines Prozesses einmal stehen zu lassen und anschließend sachlich darüber zu diskutieren? Müssen immer ein paar wenige mit dem wahrheitsgefährdeten Vorschlaghammer in die Frontale gehen?  Meist sind es genau die, die der Gegenseite unfaires Handeln vorwerfen, die sich selbst nicht an die Regeln des menschlichen Umgangs halten. Und das macht es und beide nicht besser. Und eigentlich wollen wir doch genau dort hin: es besser machen!

Denkt einmal darüber nach!
Eure Sina

Das bin ich – und Du? Reloaded

Mittwoch, 14. Juli 2010 35 Kommentare »
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Eben habe ich euch auf Twitter gefragt, was ihr in euren Taschen tragt. Hintergrund ist, dass wir derzeit am Finetuning unserer Taschenkollektion sind und jedem von euch ausreichend Platz ermöglichen möchten. Da ist spontan die Idee entstanden, uns einmal anders vorzustellen. Mit uns – meine ich euch, und mich. Nicht in Form eines Lebenslaufs, einer Blog-Bio oder via (meist furchtbarem) Passfoto. Also, das zum Beispiel, bin ich:

Und: wer seid Ihr? Aufgrund der wahnsinnigen Response gehen wir in die zweite Runde! Schickt mir für menschenzweinull reloaded einfach bis Do, 30.09.2010 um 0 Uhr an sina@manomama.de ein Foto von eurem Tascheninhalt. Verratet mir darüber hinaus euer Alter und einen Satz, was ihr macht. Gerne auch euren @twitternamen, sofern ihr einen habt. Ich freue mich riesig auf die Einsendungen. Diese würde ich dann gerne in einer weiteren Onlinegalerie “Menschen 2.0″ ausstellen. Bitte veröffentlicht die Bilder nicht vorher im Netz – es soll eine Überraschung werden. Alle, die bei der ersten Ausgabe teilgenommen haben, dürfen natürlich wieder mitmachen. Vielleicht mal, mit einem besseren Foto *grins*

Liebe Grüße
Sina


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