Ich weiß nicht, wie ich beginnen soll. Am besten mit dem Ende. Das Telefonat heute morgen. Eine liebe Twitterin, die ich seit langem kenne und schätze, rief an und fragte mich, wieviel denn zusammengekommen wäre, schließlich müsse man die Summe gerade biegen. Und so nahm die Spendenaktion für @mamapowers, die @_phoeni initiierte und ich begleitete, ein rundum positives Ende.
Wie das denn?, mögen sich nun einige fragen. Schließlich haben wir unser Ziel, 37.500 Euro in den vergangenen zwei Wochen zu sammeln, verfehlt. Das Haus von Elke und ihren Kindern kann nicht gerettet werden, es geht nächste Woche unter den Hammer.
Auch die Bemühungen von @steuerkaba, meinem Anwalt und Steuerberater, mit der Bank zu verhandeln, scheiterten. Nicht zuletzt sei die “ungewöhnliche Bereitschaftslosigkeit” zum Verhandeln seitens der Bank wohl auch auf den vor kurzem aufgetauchten potenten Investor zurückzuführen, der bereits nebenan schicke Eigentumswohnungen hingestellt hat.
Es ist ausreichend, um dieser Familie etwas Luft zu verschaffen. Eine Verschnaufpause, um Kraft zu schöpfen, wieder auf die Beine zu kommen. Und dies dank einer Gemeinschaft, die sich für Menschen einsetzt. Nicht nur von Hilfe spricht, sondern Worten Taten folgen lässt.
Bei einigen hingegen gab es nur Worte. Es hagelte geradezu. Was die direkt Beteiligten wie auch Menschen, die für diese Aktion “warben”, an verbaler, mißgünstiger Schelte kassieren mussten, hat mich zutiefst getroffen. Für mich persönlich den Vogel abgeschossen hat eine e-Mail, die mich am Samstag nachmittag erreichte. Es war zum Zeitpunkt, als mein Schwiegervater genau sechs Stunden verstorben war und ich lesen musste:
“Frau Werberin! Einen schönen Todesfall stricken, um mehr Mitleid zu generieren! Die Spendeneingänge sind peinlich, und solche Mittel anzuwenden scheinbar deine letzte Chance!”
Liebe Kritiker, ich wünsche euch von Herzen, ihr mögt niemals in einer Notsituation sein. Helfen wird euch niemand. Und das zurecht.
Und dennoch bin ich sehr zufrieden und dankbar, dass über 350 Menschen ihre Hilfe tatkräftig anboten – und spendeten. Es hat nicht gereicht, um Elke das Haus zu retten, wohl aber ist es ein guter Grundstein für die Familie, mit weniger, vielleicht lastenfrei in eine neue Wohnung zu ziehen. Die Kaution bezahlen zu können. Die ersten Mieten begleichen zu können.
In den nächsten Tagen werden wir nun das Geld an @steuerkaba treuhänderisch überweisen. Er wird zusammen mit @mamapowers die nächsten Schritte klären. Elke ist gerade dabei, ein Blog aufzusetzen, denn sie möchte euch über die nächste Zeit informieren.
Für meinen Part wünsche ich Elke und ihrer Familie unendlich viel Kraft, Durchhaltevermögen und eine große Portion Glück, damit sich all das erfüllt, was sie sich wünschen.
Danke euch,
eure Sina
















