„Danke, Spiegel Online? Was genau meint sie damit?“ fragt ihr euch jetzt vielleicht. Also fange ich am besten mal weniger kryptisch an: Am 21. August ging auf Spiegel Online ein Artikel über manomama online. Natürliche Folge: Der Ansturm der Spiegel-Leser auf unsere Seite hat den Server doch arg überrascht und überfordert.
Aber das ist nicht allein der Grund, warum wir dem Spiegel und den Spiegellesern danken (also für das Interesse, nicht fürs Server-Crashen). Ihr wisst, dass wir unsere legendäre Halle 3 gerade umbauen, damit wir Platz zum Kleidernähen haben. Dank der Maschinenpaten können wir sie ja jetzt mit Nähmaschinen bestücken! Gleichzeitig gestalten wir unseren Shop um und bereiten die neue Kollektion vor, die gegen Ende September kommt.
Wir haben also alle Hände voll zu tun, und hatten deswegen eigentlich vor, den Webshop ganz tollkühn für ein paar Wochen zu schließen, um ihn dann schöner und besser als vorher wieder zu eröffnen. Aber wann ist der beste Zeitpunkt für den Betriebsurlaub im Webshop? Google hilft einem da nicht weiter.
Die Entscheidung wurde uns sozusagen aus der Hand genommen: Unsere Seite ist jetzt sowieso in die Knie gegangen, also bleibt der Shop jetzt einfach mal offline. Über den Fortschritt informiert euch unsere Betriebsurlaubwebsite (die nenne ich jetzt einfach mal so, ich hoffe das setzt sich durch!) und natürlich das Blog.
Als Entschädigung dafür, dass ihr gerade nichts bei uns kaufen könnt, haben wir auf der Seite ein Gewinnspiel, unsere brandneue Aktion eins|elf, ein Bautagebuch und vieles mehr.
Falls ihr vor dem Webshopbetriebsurlaub noch etwas bestellt habt: Keine Panik, eure Bestellungen werden natürlich genäht und geliefert! Wir haben extra drei Näherinnen an ihre Maschinen gekettet, und die nähen euch eure Kleidungsstücke sehr gerne! Gut, das war ein kleiner Scherz, aber eins steht fest: Eure Bestellungen sind sicher.
Nach dem Umbau läuft dann alles wieder so, wie es laufen soll: perfekt. Bis auf die üblichen kleineren Katastrophen, über die euch Sina so gern auf dem Laufenden hält.
Wir freuen uns schon sehr auf die neuen Kolleginnen, die neue Halle, und unseren neuen Shop. Wann genau der eröffnet, erfahrt ihr beispielsweise über Facebook, Twitter, und selbstverständlich auch hier.
Gepostet von Alexandra















Den Spiegel-Artikel habe ich eifrig verbreitet; unisono bekam ich die Rückmeldung, daß man es gar nicht gewohnt sei, einmal einen erfreulichen, hoffnungmachenden und postitiven Artikel im “Spiegel online” vorzufinden.
“Teilhabe an der Gesellschaft funktioniert [bei uns] nur über Arbeit”, das ist ein erfrischender, überraschender virtueller Schlag ins Gesicht von Johannes Ponader und Konsorten.
Wenn ich mir ansehe, was manche “Behindertenbeschäftigungsanstalten” so an Produkten anbieten, da fällt mir das Leid in die Schuhe. Kein Schwein kauft sowas, und das wissen die armen Menschen auch, die genötigt werden, diese Elendsdevotionalien zu fertigen. Die werden oft verarscht, erniedrigt und ausgebeutet zugleich.
Und wer lebt schon gern von Almosen ?
Eure Leute fertigen handwerklich richtig chice Produkte, die auch nachgefragt werden. Damit habt Ihr es offenbar geschafft, Menschen etwas ganz Wichtiges zurückzugeben, was aus gutem Grund an ganz prominenter Stelle in unserem Grundgesetz steht: Ihre Würde. Gleichzeitig sind Eure Erzeugnisse auch ökonomisch und ökologisch sinnvoll. Das bringt vielleicht sogar ein paar Grüne dazu, auf Kinderarbeit und gesundheitsschädliche Chemie zu verzichten.
Und Eure PR (“Kik my ass”) macht einfach nur Spaß. Hier waren offenbar die richtigen Leute mit guten Ideen zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Ihr macht Freude.