Viele von euch begleiten uns schon von Anfang an. Ihr wart sozusagen mit dabei, als manomama gegründet wurde, bei unseren ersten Erfolgen, bei manchen Rückschlägen, bei den #motpas und bei unserem Umzug in unsere neue Halle.
Jetzt erlebt ihr ein ganz neues Stadium mit: manomama läuft inzwischen so gut, dass wir schon wieder neue Mitarbeiterinnen einstellen müssen. Eigentlich. Uneigentlich ist es aber so, dass wir keine neuen Näherinnen einstellen können, weil wir keine Arbeitsplätze, sprich: Nähmaschinen für sie haben. Wir brauchen 30 Industrienähmaschinen, die pro Stück rund 2.500 Euro kosten.
Es ist weder für uns noch für euch neu, dass wir von Banken keine Kredite bekommen, weil wir halt nicht profitgeil genug sind. Also wenden wir uns an alle unsere Freunde und bitten um Mithilfe: Im Rahmen unserer Aktion Maschinenpaten kann jeder einen Betrag beliebiger Höhe beitragen, der von uns dann für die Nähmaschinen verwendet wird (früher hieß das „Alle legen zusammen“, heute heißt das ganz schick „crowd funding“).
Damit das Ganze noch ein bisschen spannender wird, haben wir sogar eine Deadline: Ende Juli. Wir wollen die neuen Arbeitsplätze nämlich so schnell wie möglich einrichten, damit die neuen Mitarbeiterinnen gleich Anfang August loslegen können.
Ihr könnt uns das Geld ganz normal überweisen, ihr könnt uns eine einmalige Einzugserlaubnis erteilen, ihr könnt uns Geld per PayPal schicken, ihr könnt auch selbst vorbeikommen und bei uns live und öffentlich euer Sparschwein schlachten – wir freuen uns wirklich über jeden Betrag. Und natürlich seid ihr alle in unserer gläsernen Produktion willkommen, wo ihr dann sehen könnt, was wir mit eurem Beitrag auf die Beine stellen.
Leider können wir euch keine Spendenquittungen ausstellen, ihr könnt eure „Spende“ also nicht von der Steuer absetzen! Unser Dank ist euch aber gewiss.
Übrigens ist die Idee zu den „Maschinenpaten“ auch von den Mitarbeiterinnen gekommen, genauer gesagt von unserer Nähereileiterin Hilde, die findet, dass für „alles Mögliche“ Paten gesucht würden, und dass wir das ja wohl auch mal machen könnten. Recht hat sie!
Mehr Informationen zur Aktion „Maschinenpaten“, unsere Kontoinformationen usw. findet ihr auf unserer eigens eingerichteten Maschinenpaten-Website www.maschinenpaten.de
Bitte gebt diese Informationen auch an Familie, Freunde und Bekannte weiter, gerade wenn sie gemeinsinnig, großzügig und/oder reich sind!
Gepostet von Alexandra, die Sina ab sofort hier ein bisschen unterstützt und die es sich gerade noch so verkneifen konnte, diesen Eintrag “Haste mal’n Euro, ey?” zu nennen.















Der Link am Ende des Texts funktioniert nicht.
Danke für den Hinweis, wurde verbessert!
Hi, gute Idee!
Wobei ich mich etwas frage: Wenn euch die Banken das Geld nicht leihen, warum leiht ihr es euch dann nicht von “der Masse” (sagen wir zu 0% Zinsen)?
Und der Link zu maschinenpaten.de ist nicht richtig verlinkt und läuft daher ins Leere.
Hallo Franz,
der Link wurde repariert, danke für den Hinweis.
Wir leihen uns das Geld deswegen nicht von euch, weil wir nicht Bank “spielen” wollen und auch gar nicht dürfen! Wir haben alle möglichen Instanzen “abgeklappert”, erfolglos. Deswegen kann jetzt jeder, der unsere Ziele gut findet, mithelfen, privat und formlos.
Schade, ich dachte da an ein System wie Kiva.org
Gute Aktion. Da bin ich dabei. “Spende” ist raus
Es ist also kein zinsloser Kredit, sondern eine Spende, richtig?
So gut das Firmenkonzept auch sein mag (keine Gewinnerziehlungsabsicht),
wieso soll ich mein Geld nicht nur ohne Zinsen zurückbekommen, was okay wäre,
nein, ich soll es gar nicht mehr sehen. Damit habe ich doch so meine Schwierigkeiten.
Wieso nicht Spende als Anlauffinanzierung und dann zinslose Rückzahlung in Form von Gutscheinen? WinWin sozusagen.
Andreas
Hallo Andreas,
du darfst davon ausgehen, dass wir uns natürlich schon vor der Aktion Gedanken gemacht haben, wie wir uns bei unseren Maschinenpaten bedanken können.
Wie gesagt, bekommen wir von Banken keine Investitionskredite, keine Förderung von der Arbeitsagentur etc.. Wir können und wollen auch nicht noch die Rolle einer Bank übernehmen und Kredite für uns selbst verwalten.
Uns ist es schlichtweg auch wichtig zu sehen, wie weit wir von „der Gesellschaft“ im Allgemeinen mitgetragen werden, wie viele Leute also sagen „Mensch, ich gebe denen fünf Euro, das tut mir nicht groß weh!“ Die kleinen Beträge sind für viele Menschen machbar, in der Gesamtheit macht es aber für einige andere Menschen einen echten Unterschied – und dann hat jeder dazu beigetragen. Das ist uns wichtig.
Wenn du uns kein Geld geben willst, ist das vollkommen in Ordnung! Falls du dich doch dazu entschließt, freuen wir uns auch über kleine Beträge.
Auf jeden Fall freuen wir uns aber darüber, dass du dich mit uns und der Maschinenpaten-Aktion auseinandersetzt.
Hallo Alexandra,
das ist auf jeden Fall eine Super-Idee, und als manomama-Kunde, der schon so einiges bei euch bestellt hat, kann ich mir auch vorstellen, euch zu unterstützen. Was ich mich allerdings frage, ist, warum die GLS-Bank (bei der Ihr ja euer Geschäftskonto habt und die ich eigentlich nicht als primär “renditegeil” kenne) euch keinen Kredit geben will. Ihr würdet doch als ökologisches “Musterprojekt” voll in die GLS-Vergabekriterien passen.
Fragende Grüße
Steffen
… unabhängig von meiner Frage ist mein Beitrag aber jetzt auch raus
Hallo Steffen,
vielen Dank! Und zu deiner Frage: Die GLS-Bank hat als Genossenschaftsbank genau dieselben Vergabekriterien wie andere Banken auch – im Interesse aller Kunden, deren Einlagen dadurch sicher bleiben. Und natürlich will auch die GLS-Bank Geld verdienen, das ist ja auch der Geschäftszweck von Banken.
Was bei der GLS-Bank anders ist: Es wird eine andere Art von Projekten bzw. Unternehmen gefördert, aber die Kriterien sind, wie gesagt, dieselben wie bei anderen Banken.