Sklavenhändler reloaded.


Bereits im letzten Blogeintrag schrieb ich über diese unverschämten, bodenlos hartnäckigen Sklavenhändler. Was aber gestern passierte, schlägt dem Fass den Boden aus. Völlig fertig (ja, das soll es auch bei mir mal geben ;)) verzog ich mich nach einem wirklich schönen Drehtag mit einem tollen Fernsehteam auf das Sofa. Meine Augen brannten und mir war kalt. Das Fieberthermometer bemüht, zeigte es mir erhöhte Temperatur an. Wärmflasche gemacht, Tee gelitert und Homeoffice von der Couch aus.

„Sina, für Dich rief ein Herr XXX (Zu gerne würde ich euch die Namen nennen, aber das alles werde ich an die Presse geben, weil es eine Dreckssauerei ist) der Zeitarbeitsfirma XXX an. Er hat sich nicht abwimmeln lassen, weil er dir, wörtlich “ein einmaliges Sonderangebot” unterbreiten will“, rief mich Felix, mein Mitarbeiter an. Als er merkte, dass ich einfach matschig in der Birne war, schrieb er mir folgende Mail:

„Hi Sina, folgendes:
ein Herr XXX von der Zeitarbeitsfirma XXX – Ostdeutschland wollte dir ein Sonderangebot unterbreiten. Dass, (hat er wirklich so gesagt) wenn du jetzt 10 Langzeitarbeitslose bestellst, du nur 6 zahlst und pro Arbeiter geringe Kosten von nur 3,50€/h hast. Diese Kondition wurde extra erst kürzlich mit der Bundesagentur für Arbeit verhandelt und das Angebot kann er Dir jetzt machen, weil er es deutschlandweit anbieten kann.
Ich habe ihn natürlich darauf hingewiesen, dass dein Interesse hinsichtlich Zeitarbeit äußerst gering ausfällt, doch er besteht ausdrücklich darauf, dich am Donnerstag noch einmal persönlich zu sprechen, trotz meines Bekundens, dass dieses Gespräch wohl fruchtlos wäre, sollte es denn überhaupt stattfinden. Ich wollte es dir nur mal im Voraus schreiben, da du dir schon einmal der Ironie bewusst sein kannst, dass er als Personaldienstleister ausgerechnet eine Unternehmerin wie dich versucht zu kontaktieren.“

Dreimal habe ich die Mail gelesen. Meine erhöhte Temperatur stieg auf kampfeslustige Betriebstemperatur. Lieber Herr XXX, sollten Sie es wagen, mich am Donnerstag auch nur eine Sekunde meiner kostbaren Zeit zu belästigen, dürfen Sie sich warm anziehen. Ihr Menschenhändler-Pack könnt mir gestohlen bleiben. Wie, gottverdammt, wie kann man Menschen zu „Sonderangebots-Bundles“ zusammenfügen und anpreisen wie sauer Bier? Schämt ihr euch nicht? Geht nach Hause und denkt einmal darüber nach, was ihr hier überhaupt treibt!

Was mich betrifft, werde ich diese die in den letzten zwei Wochen gesammelten Informationen schön strukturieren, aufbereiten und an die Stellen geben, die es öffentlich machen. So lange, bis die Menschen aufstehen und sich weigern, für euch Material zu spielen. So lange, bis es euch nicht mehr gibt.

Und wenn ihr, liebe Menschenhändler und Sklaventreiber, der Meinung seid, mir eine Anzeige wegen Beleidigung ans Bein binden zu müssen – nur zu. Wir werden dem entgegensetzen. Dann werde ich Anzeige erstatten. Verletzung des Grundgesetzes. Denn: Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Eure Sina

49 Antworten zu “Sklavenhändler reloaded.”
  1. webharvey sagt:

    Mach sie fertig !!

       1 Stimme(n)

  2. Gianna sagt:

    Hallo und einen schönen guten Morgen Sina,

    ich danke dir für diese Information… leider bin ich nun sprachlos ohne Ende! Eigentlich dachte ich, mich kann so leicht nichts mehr schocken, weil ich weiß, wie sehr die Menschen – nicht nur durch Hartz 4 ausgebeutet werden.

    Ich find’s gut, dass du an die Öffentlichkeit gehst… uns erstmal informierst und das alles dann an die entsprechenden Stellen weiterleitest. Bei der Verbreitung helfe ich sehr gern.

    Viele Grüße und go 4 it,
    Gianna

       1 Stimme(n)

  3. Aruoka sagt:

    Was meinen verzweifelten Gedanken, bei andauernder Arbeitslosigkeit eventuell doch zu randstad und Konsorten zu gehen und nach Arbeit zu Fragen irgendwie…dann doch vorsichtig zunichte macht.
    Danke für diesen Hinweis!
    Regards,
    Aruoka

       0 Stimme(n)

  4. lou sagt:

    sprachlos macht mich das. “wenn sie jetzt 10 langzeitarbeitslose bestellen…” wie im otto katalog. unverschämt und menschenunwürdig. ich hoffe, dass herr xxx gefeuert wird und dann für 2,95 € / stunde zwangsarbeiten muss. billiger geht ja immer! kann sich ja dann von seiner eigenen zeitarbeitsfirma vermitteln lassen.

       0 Stimme(n)

  5. 100% d’accord. Allerdings brauchen wir für das Ausbluten dieser Praktiken des modernen Sklavenhandels noch einen anderen Hebel. Dein Ansatz “So lange, bis die Menschen aufstehen und sich weigern, für euch Material zu spielen.”, findet dann sein Grenzen, wenn der Verbund aus CDU/CSU/FDP Bundesregierung und Bundesagentur für Arbeit, Menschen, die sich eh nicht mehr wehren können, durch Leistungskürzungen dazu zwingen auch solche Sklavenangebote anzunehmen. Wir müssen die Standards für “annehmbare Angebote” verändern, dann fehlt dem Sklavenhändler die Peitsche.

       0 Stimme(n)

  6. Heiko sagt:

    Also da fällt mir ehrlich gesagt beinahe mein Frühstück wieder aus dem Gesicht, wenn ich so etwas lese. Sklavenhändler trifft es sehr gut.

    Warum kann man nicht einfach per Gesetz festlegen, das ein Leih-/Zeitarbeiter vom ersten Tag an mindestens 1/3 mehr als ein festangestellter verdienen muss? Dann würde sich da ganze Problem doch quasi von alleine lösen ;-)

       1 Stimme(n)

  7. Danny sagt:

    Oder: lass ihn ruhig kommen und lade die Presse dazu ein.

       1 Stimme(n)

  8. Kari sagt:

    “Take 10, buy 6″…macht mich sprachlos. Ich war selbst mal als Zeitarbeiterin beschäftigt und wurde (bis auf die Kündigung) fair behandelt, da ich einen fairen tollen “Entleiher” (alleine das Wort…) hatte.
    Aber noch mal gebe ich mir das nicht, denn die Kündigung hat mir gezeigt, dass die Arbeitnehmer doch nur wie Ware behandelt werden. Als Ressource.

       0 Stimme(n)

  9. Hier kann man den Satz von Rosa von Praunheim abwandeln: “Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt.” Heute heißt das: “Nicht der Arbeitslose ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt.”

       1 Stimme(n)

  10. Michel sagt:

    Ich hoffe, dass nicht nur Herr XXX mitsamt seiner Sklavenhändlerfirma den Bach runtergeht, sondern auch, dass derjenige bei der Bundesagentur, der das genehmigt hat, kräftig auf den Emer gesetzt wird. Aber solange man auf Teufel komm raus die Statistiken beschönigen will und für Hartz IV Empfänger elementare Grundrechte wie Menschenwürde, Freiheit der Berufswahl oder Vertragsfreiheit nicht nicht gelten, wird sich da überhaupt nichts ändern.

       0 Stimme(n)

  11. Martina sagt:

    Stimme Jens Hoffmann zu. Der Ansatz muss dahin gehen, dass die “Zumutbarkeitsregeln” geändert werden, damit den Sklavenhändlern die Peitsche genommen wird.

    @Sina: Vielen Dank für Deinen Artikel!

    Wünsche allen einen schönen Tag.

    Beste Grüße,
    Martina =)

       0 Stimme(n)

  12. lothar bauer sagt:

    Ja, bitte an den richtigen Stellen öffentlich machen!
    Und die Agentur für Sklaverei hängt auch mit drin.

    Solche Leute verstehen nur eine Sprache!

    lothar

       1 Stimme(n)

  13. Chris sagt:

    Ich freue mich schon jetzt auf entsprechende Presseartikel, sofern die sich trauen auch mal die Wahrheit zu schreiben.

    @Sina, auch von mir ein Danke für den Artikel und deine Arbeit die sich nicht nur auf das Produkt beschränkt.

    Chris

       1 Stimme(n)

  14. Torsten sagt:

    Ich denke eine Klage wegen Verstoß gegen das Grundgesetz dürfte da nichts bringen, wird dir aber dein Anwalt sicher auch nur sagen.

    Das mit 3,50 €/h muß ja nicht zwingend der Stundenlohn sein, den die Arbeitnehmer bekommen. Ich lese das eher so heraus, daß die Stellen von staatlicher Seite gefördert werden und du als Arbeitgeber dadurch für einen bestimmten Zeitraum nur effektive Kosten von 3,50 €/h je Arbeitnehmer hast.

    Also immer mal schön ruhig bleiben und nicht gleich aus jeder Mücke einen Elefanten machen wollen.

       0 Stimme(n)

  15. Peter Piksa sagt:

    Liebe Sina,

    vielen Dank, daß Du – gerade als Unternehmerin – über diese abscheulichen Vorgänge bloggst und Dich dagegen stellst. Dankenswerter Weise ist das Problem als solches kein Nischenthema mehr, aber es sollte noch viel breiter diskutiert oder besser noch: gelöst werden!

    Höre Dir bei Gelegenheit mal das ARD Radiofeature vom November 2011 mit dem Titel “Sklavenmarkt Deutschland” an. Tom Schimmeck und Thilo Guschas sprechen darin über Lohndumping und prekäre Arbeitsverhältnisse. Auch der darauffolgende Beitrag vom Januar 2012 mit dem Titel “Tretmühle Telekom” ist besonders hörenswert.

    Viele Grüße
    Peter

       0 Stimme(n)

  16. Torsten Blank sagt:

    Hallo Sina,

    ehrlich gesagt wundern tut mich gar nichts mehr. Solche Geschichten könnte ich auch aus BW und MeckPom zuhauf erzählen. Ich finde es aber klasse wie du damit umgehst. Denn das sind für mich keine Menschen, die sind schlimmer als Tiere.

    Das Problem ist bloß das es genug Unternehmer gibt die diese Angebote mit Kusshand annehmen.

    Ich wünsche dir trotzdem noch einen schönen Tag und mach weiter so.

    Mit ganz lieben Grüßen

    Torsten

       0 Stimme(n)

  17. Marktzyniker sagt:

    Hier noch so eine Firma mit menschenverachtender Werbung :
    http://www.discount-zeitarbeit.de/

       0 Stimme(n)

  18. doppelfish sagt:

    Warm anziehen kann der sich ja. Bei Kik. Und dann mal tief Luft holen.

       0 Stimme(n)

  19. TJ sagt:

    Hallo Sina,

    das ist wirklich mal die krasseste Tour, von der ich je gehört habe und ich interessiere mich seit meiner Ausbildung für Zeitarbeit.

    Wie bitteschön sollen die Leute einen *gesetzlich vorgeschriebenen* Mindestlohn – den es inzwischen ja auch tatsächlich in der ZA gibt – von 6,08EUR (zumindest in Ostdeutschland war es glaub so “viel”) bekommen, wenn der Kunde nicht mal 3 EUR zahlt?
    Von was will der Sklavenhändler dann Urlaub (ok, gewähren die ehh nie), Krankheitsausfall (dann werden die MA ehh gefeuert) etc. zahlen?

    Es gibt zwar anscheinend auch noch ein paar gute ZA-Unternehmer, bei denen die Leute auch wirklich Angestellt sind und was verdienen, aber anscheinend sind die Sklavenhändler langsam echt der größte Teil der Branche…

    viele Grüße in der Hoffnung, das es besser wird

    TJ

       0 Stimme(n)

  20. Hallo Sina,

    ich finde es vorbildhaft, dass es Unternehmer wie dich gibt, die dieses Spiel nicht mitspielen. Kompliment.

    Allerdings können diejenigen, die es betrifft, die Langzeitarbeitslosen, alles andere tun als aufstehen und sich weigern. Mit jedem Jobvorschlag erhält man eine Rechtsbelehrung was geschieht, wenn man sich nicht auf den vorgeschlagenen Job bewirbt. Und da versteht das Amt keinen Spaß. Deren vorrangigste Aufgabe besteht darin, Menschen in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu bringen. Egal wie. Dann fallen sie raus aus der Statistik. Und an dieser werden ihre Leistungen gemessen.

    Also, aufstehen können hier nur so Unternehmer wie du.. oder die Politik..
    Hoffen wir das Beste.. :)

    LG
    Stefanie

       0 Stimme(n)

  21. Daniel sagt:

    für die Prozesskosten legen wir ‘zam …

       0 Stimme(n)

  22. Helmar Rudolph sagt:

    Also, ich weiß gar nicht, was ihr habt. Geiz ist doch geil, nicht wahr? Immer schön billig aus China kaufen, um ja noch ein paar Euros zu sparen. Das, würde ich mal sagen, schließt keinen der obigen Beitragenden aus.

    Und das mit diesem Sonderangebot-Bundle…, das ist doch das Genialste überhaupt. Man muss es dafür nur von einer anderen Seite sehen, nämlich der, dass der Euro nichts mehr Wert ist, anstatt der Mensch. Wenn es bald €0,90 anstatt €3,50 heißt, dann können wir dieses Gebilde namens Euro gleich in die Tonne treten und dem zurückkehren, was wahrlich Wert hat, und das ist der Mensch selbst.

    Das Böse und Schlechte schafft sich – wie immer – von selbst ab, und das hier ist nur ein weiteres Beispiel dafür.

    Auf der anderen Seite spricht so ein Sonderangebot ja nicht unbedingt für die “angebotenen” Menschen, denn es zeugt von ihrer – im wahrsten Sinne des Wortes – Armseligkeit, unfähig, ihre eigene Göttlichkeit und daher Untrennbarkeit mit dem Großen Ganzen zu erkennen, anzuerkennen und auszuleben. All das steht im Master Key System von Charles F. Haanel, welches seine Wenigkeit ins Deutsche übersetzt hat.

    Also, wer sich unter seiner Würde verkauft, muss sich nicht wundern, wenn es dafür Abnehmer gibt. Wer andere wie Sklaven anbietet, macht sich selbst zu einem und legt dadurch den Grundstein für sein eigenes körperliches Ableben, denn das, was auf geistiger Ebene verursacht wird, wirkt sich auf körperlicher Ebene anschließend aus.

    Ergo: das Leben ist schön. :)

    Helmar

       0 Stimme(n)

  23. Hallo Sina,

    unfassbar. Die “kampfeslustige Betriebstemperatur” kann ich voll und ganz nachvollziehen, mir steigt der Blutdruck schon beim Lesen dieser menschenverachtenden Masche!

    Um so schöner jedoch, auf twitter dies von dir zu lesen: “Was mich irgendwie freut: Trotz 34 Jahren verfüge ich über ordentlich kindliche Naivität. Ich glaube nach wie vor an das Gute im Menschen.”

    Manchmal ist es schon eine Herausforderung, positiv zu bleiben, gell?

    Herzlichen Gruss, Christine Finke

       1 Stimme(n)

  24. Liebe Sina,

    ich bin über die Sendung quer auf Ihre Firma gestoßen und finde Ihre Engagement wirklich toll. Dass es solche Angebote gibt, wie Sie es oben beschreiben, ist schon unfassbar.

    Mit der Wochendbeilage SZ vom 28./29.01. wurde mir der Artikel: “Um jeden Preis” die Abwägung “Billig ist gut” und “Billig ist schlecht” als Beleg für den positiven Aspekt zum weltweiten Niedriglohn zu lesen gegeben. Nur weiß ich nicht, wie ich hier Aufklärung betreiben soll, wenn mir schnell ein Gutmensch an Kopf geworfen wird, wenn ich dies für ethisch nicht vertretbar halte und die Arbeitssituation aller dadruch beeinträchtigt wird.

    Ich denke, hier ist noch SEHR viel Aufklärung notwendig, damit auch in sog. “gutsituierten” Kreisen klar wird, dass billig irgendwann auch ihr Einkommen schmälern wird.

    Solange aber Zeitarbeitsfirmen Sklaven ver”mitteln” dürfen und nicht mit existenzgefährdenden Strafen oder Schließungen ihrer sog. Firmen rechnen müssen, solange wird ein unterschwelliges “ist doch gut, dass der Betreffende überhaupt Arbeit hat” diese unsägliche Praxis weiter fördern.

    Ihnen wünsche ich Durchhaltevermögen!

    LG
    Astrid

       0 Stimme(n)

  25. Fusulbashi sagt:

    Aufstehen kann Mensch immer, sich zusammenschliessen und organiesieren kann Mensch immer.
    Leider scheint das “Da_kann_Man_nix_machen”Gen doch sehr weit in unserer Geßellschaft verbreitet zu sein, so dass selbst die Betroffenen nicht aufstehen. Deratige Menschverachtende Einstellungen gibt es in Diktaturen ift, hier ist es eine kapitalistische Diktaur.
    Thnx für den Beitrag Sina. Vielleicht könnte Mensch einen Honeypot für solche Betriebe einrichten und die Angebote veröffentlichen. So als Mahnmal und vielleicht auch als Anlaufpunkt für die Betroffenen Leiharbeiter.

       0 Stimme(n)

  26. Jens sagt:

    Die Sache hat ein Nachteil, es ist politisch gewollt und alle großen Pateien stehen dahinter. Da kann man mit Beschwerden keinen Erfolg haben. Aber ich wünsche euch Glück.

       0 Stimme(n)

  27. […] aus dem Hartz-IV-Staat BRD mit seinem staatlich subventionierten Zwangs- und Elendsarbeits-Strich: Wenn sie jetzt zehn Arbeiter bestellen, zahlen sie nur sechs, und die kosten auch nur €3,50 pro St…. Subventioniert von der BRD, in Absprache mit der Bundesagentur für Körper und ausgelieferte […]

       0 Stimme(n)

  28. Werner S sagt:

    In Namibia sind sie weiter entwickelt als bei uns!

    >www.google.com/m?q=Namibia+Leiharbeit&channel=new

       0 Stimme(n)

  29. Emer Genz sagt:

    Seit wann ist so etwas ungewöhnlich? Das ist Kapitalismus, und der war schon immer grausam.

       0 Stimme(n)

  30. Karla sagt:

    Ich finds eigentlich gut. Bin selbst arbeitsos und könnte mir ein halbes Dutzend für je 3,50 leisten. Erst die Wohnung putzen und dann gemeinsam spazieren gehen. Mir gefällt es.

       0 Stimme(n)

  31. Werner S sagt:

    Randstad handelt “gegen das Gesetz”:

    >www.igmetall-zoom.de/

       0 Stimme(n)

  32. natascha sagt:

    vielen dank sina, es müsste viel mehr unternehmer wie dich geben. mach weiter so, bis es diese menschenhändler nicht mehr gibt!!! echtes geld für echte arbeit!

       0 Stimme(n)

  33. Petra sagt:

    Liebe Sina,
    es ist einfach krass. Ich kenne die andere Seite, die Langzeitarbeitslosen, die hoffnungsvoll den Job beginnen, durch die Vermittlung nach sonstwo horrende Fahrtkosten auf sich nehmen, kaum was vom Hungerlohn übrig haben und nach 3 oder 4 Wochen wieder auf ihrem Harzt IV landen. Frustriert, ausgenutzt und nach vielen Jahren meist auch ausgebrannt. Je länger dieses Spiel geht, desto kaputter sind sie und umso weniger sind sie in der Lage sich um einen “ordentlichen” Job zu bemühen. Zumal es davon viel zu wenige gibt.

    Wenn ich könnte, ich würde Dich “vervielfachen” und in ganz Deutschland verteilen. Unternehmer Deines Schlages fehlen hierzulande.

       0 Stimme(n)

  34. Pooly sagt:

    Krasse Story, aber im Gegensatz zu den meisten anderen Kommentatoren haut mich das jetzt nicht wirklich vom Hocker.

    Die Zeitarbeitsbranche ist hart umkämpft und die Personaldisponenten (was ein perverses Wort im Zusammenhang mit Menschen) haben viel Insiderwissen von den “Kunden”.
    Letzten Endes wird das auf dem Rücken der Arbeiter ausgetragen, weil deren kosten gedrückt werden müssen, um auch auf den Markt der ZA-Branche bestehen zu können.

    Das ist ohnehin ein sehr lukratives Geschäft, neulich hat hier ein Kneipenwirt mal eben eine ZA Firma aufgemacht, damit lässt sich wohl mehr verdienen als wenn man ein paar Bier zapft.
    Mit Menschen lässt sich nach wie vor gut handeln.
    http://www.pooly.net/deutschland-einig-leiharbeiterland-lohnt-sich-noch-eine-ausbildung/

    Das das Arbeitsamt da mitspielt, ist ja auch nichts überraschendes.
    Ihr wollt gar nicht wissen, was da alles für Fördergelder an Firmen fließt.

    Armes Deutschland und das wird nicht besser, eher im Gegenteil.

       0 Stimme(n)

  35. Martin Rieth sagt:

    Der Schaden wird spätestens in der Schule angerichtet.
    Alle Menschen werden nur noch auf ihre “wirtschaftliche Verwertbarkeit” hin analysiert und entsprechend eine Geldanlage gefördert.
    Wenn dann das Militär, von zu “erwartenden Megatoten” spricht, dann ist das nur das Krebsgeschwür am Ende der jahrelangen Misshandlungen.
    Bevor aber wirklich was verändert werden kann, müssen die Menschen wütend werden.
    In Göttingen steht eine Graffiti der Art: “Das schlimmste sind glückliche Sklaven”

       0 Stimme(n)

  36. Menschen als Sonderangebot? Wie dreckig!

       0 Stimme(n)

  37. Simone Weber sagt:

    Wie will er das machen will ohne gegen Mindestlöhne zu verstoßen?
    Seit dem 1. Januar 2012 gelten auch für die Zeitarbeit verbindliche gesetzliche Mindestlöhne. Der Mindestlohn beträgt 7,01 Euro für die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie 7,89 Euro für die übrigen Bundesländer.
    Verstöße gegen Mindestlöhne sind kein Kavaliersdelikt. Bei Langszeitarbeitslosen gibt es u.U. Zuschüsse, die er mit den Löhnen verrechnet, was ich allerdings nicht glaube. Auf jeden Fall stimmt da was nicht. Wäre doch mal interessant bei der Firma näher nachzufragen, wie das denn finanziert wird und dann vielleicht mal an die entsprechenden Stellen zur Überprüfung weiterzuleiten.

       0 Stimme(n)

  38. Susan sagt:

    Übel ist das, aber doch wohl nichts neues – denn ob es Langzeitarbeitslose sind oder Erntehelfer aus Polen oder kleine Kinder in China und Indien, die schuften müssen bis zum Umfallen – es besteht kein Unterschied. Und sogar die Kirchen machen dabei mit!

    Ausbeutung ist Ausbeutung. Man fühlt sich machtlos und hilflos. Solange der Kapitalismus als Wirtschaftssystem aufrechtgehalten wird, wird sich nichts ändern. Im Gegenteil.

       0 Stimme(n)

  39. […] In einem weiteren Artikel zu dem Thema schreibt sie… ein Herr XXX von der Zeitarbeitsfirma XXX – Ostdeutschland wollte dir ein Sonderangebot unterbreiten. Dass, (hat er wirklich so gesagt) wenn du jetzt 10 Langzeitarbeitslose bestellst, du nur 6 zahlst und pro Arbeiter geringe Kosten von nur 3,50€/h hast. Diese Kondition wurde extra erst kürzlich mit der Bundesagentur für Arbeit verhandelt und das Angebot kann er Dir jetzt machen, weil er es deutschlandweit anbieten kann. weiter lesen […]

       0 Stimme(n)

  40. Jana sagt:

    Wenn ich bedenke, wie viele Leute dich auf Twitter und Facebook verfolgen und das es nur 35 Leute gibt, die zu diesem Thema etwas zu sagen haben, kann ich das nicht begreifen. Wie viel muss noch passieren, bis die Menschen aufwachen und es nicht mit einem gleichgültigen Schulterzucken missachten?

    Dein Artikel hat mich so wütend gemacht, dass ich selber darüber bloggen musste, aber auch bei mir scheint es keinen zu interessieren…

       0 Stimme(n)

  41. habs auch auf xing gepostet – schade, dass ihr xing nicht als button habt – dort tummeln sich immer mehr Jobvermittler …

       0 Stimme(n)

  42. Renate Hermanns sagt:

    Wie Stefanie schon sagte, wehren können sich die Betroffenen wohl eher nicht gegen solche Beschäftigungsverhältnisse. Hier liegt auch der Hase im Pfeffer. Unsere Arbeitsmarktpolitik kümmert sich um die Senkung der ArbeitslosenZAHLEN in Form von Statistik. Menschen mit Arbeit sind ja da nicht drin, selbst sie nur “Sklavenarbeit” tun.

    Schöne neue Arbeitswelt. Danke für Deinen Beitrag und für Deine Arbeit in Richtung “verantwortungsvolles Unternehmertum”. Kapitalismus mag nämlich gewinnorientiert sein, die aktuelle Verantwortungslosigkeit steckt da aber nicht unbedingt drin.

       0 Stimme(n)

  43. kepno sagt:

    Hallo Sina,

    Was nützen Mindestlöhne, wenn auch diese wieder umgangen werden?
    http://www.zeit.de/2011/50/Leiharbeit-Werkvertraege

    Chapeau für Deinen Unternhemergeist! :-)

    /Kepno

       0 Stimme(n)

  44. Leni sagt:

    Hallo Sina,
    wenn ich so einen Artikel lese könnte ich weinen.
    Wie können Menschen nur so mit anderen umgehen?!
    Ich steh auf deiner Seite Sina.

       0 Stimme(n)

  45. Tanja sagt:

    Leider ist es so das diese Menschen die dort vermittelt werden gar nicht aufstehen und sich wehren können, da sie sonst oftmals die Hartz4 Leistungen die sie zum Leben benötigen gestrichen bekommen. Daher ist es zwingend Notwendig sich mit diesen Menschen zu solidarisieren und diese Missstände öffentlich zu machen! Danke Sina für diesen Blogeintrag!

    Liebe Grüße Tanja

       0 Stimme(n)

  46. Johanna sagt:

    Ich habe Deinen Bericht erst jetzt gelesen

    Was vielleicht in dem Zusammenhang noch interessant ist: Ministerin von der Leyen verkündete vor kurzer Zeit, wie gut die Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit greifen, denn die Zahlen seien nicht weiter gestiegen.
    Na kein Wunder, weil moderne Sklaven ja nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik sind, aber zum Beispiel bei den Autofirmen für dieselbe Arbeit am Band nur ein Drittel! des Geldes bekommen, das Angestellte neben ihnen verdienen.
    Also kann man von unserer Regierung, zumindest bis zur nächsten großen Wahl, gar nichts in Richtung gerechte Bezahlung, bzw. gleiche Arbeit = gleiches Geld erwarten, vielmehr werden Zeitarbeitsfirmen weiter gefördert, um die Statistiken auf dem Rücken der miesverdienden Steuerzahler zu schönen.

       0 Stimme(n)

  47. Achim sagt:

    Hallo Sina, Respekt vor Deiner Einstellung und auch vor manomama. Es ist mutig von Dir, das öffentlich zu machen. Ich wünsche Dir weiter viel Erfolg. Gruss aus Baden-Baden von Achim

       0 Stimme(n)

  48. Sebs sagt:

    Für jedes veröffentlichte Originalschreiben wo ersichtlich ist welche Firma das anbietet spende ich 10 Euronen. Schön das es hier angeprangert wird, aber ich denke es sollte schon transparent sein wer das *****************!”§$%&/()= ist dass da anbietet ;) Ansonsten kann man ja nix dagegen machen, oder? Vielleicht mal mit einem Anwalt reden und gleich ne Art Geschäftsbedingungen für solche, wahrscheinlich, Cold Calls aufsetzen. Ich denke es würde einem Unternehmen wie euch ganz gut stehen da gleich komplett bissig zu werden. Die Leute die für euch arbeiten und die die da “verkauft” werden sind ja die gleichen. Nicht wenige Zeitarbeiter landen irgendwann auf dem “Markt” der langzeitarbeitslosen. Insofern wäre es nur Schutz an den zukünftigen Mitarbeitern.

       0 Stimme(n)

  49. j.w. sagt:

    Hallo alle zusammen.
    Wie wäre es mir einter Regierung wie z.B. Russland, USA, Polen usw. derjenige der Arbeitet verdient geld und derjenige der nichtarbeitet soll zu sehen wo er bleibt. Die anderen länder machen es ja vor und es funktioniert. Merkwürdig wiso klappt es nicht bei uns in Deutschland. Ich möchte keinen in Schutz nehmen.
    Es soll ja weiter Arbeitslosengeld geben. Aber ich sehe es nicht ein, wieso ich von meinen Steuergeldern Menschen in Deutschland finanzieren soll die einfach keine lust haben zu Arbeiten.
    z.B.
    Eine Familie
    Mann Arbeitet verdient 1300,- Netto
    Frau Arbeitert Teilzeit verdient 500 Netto
    1 Kind Kindergarten.
    Nach abzug von Kindergarten 190 €, Miete 600 €, Nebenkosten 150,-€
    bleiben dieser Familie gerade einmal 860 Euro zum Leben.

    Harz 4
    Mann zu Hause, 354 Harz 4
    Frau zu Hause, 354 Harz 4
    Kind Kindergarten 150 Harz 4

    Miete wir Bezahlt, Nebenkosten werden Bezahl, Kindergarten wir Bezahlt, (Beim Kindergartenplatz werden Harz 4 Enpfänger bei uns sogar bevorzugt, da sich die Eltern Bewerben sollen und dafür die Zeit brauchen).

    Einen Harz 4 empfänger bleiben also (nach abzug aller Kosten die wir steuerzahler zahlen) 858,- Euro jeden Monat.

    findet Ihr das Fair??

       1 Stimme(n)

Eine Antwort hinterlassen

 


Bloggeramt.de - manomama Gründerzeit-Blog Blogverzeichnis - manomama Gründerzeit-Blog blogoscoop - manomama Gründerzeit-Blog Best Green Blogs Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blog Top Liste - by TopBlogs.de