Ein pflanzlich gegerbtes Leder geht. Hier ist es wichtig, auf den Gerbstoff zu achten. Man muss sich Fragen stellen, ob es Sinn macht, ganze Kastanienbäume zu schlagen, um Leder zu gerben, oder ob es andere Möglichkeiten (Tara z.b.) gibt, die “ressourcenschonender” sind…
Um anschließend Farbe aufs Leder zu bekommen, wird es – auch im Fall von pflanzlich gegerbtem Leder, meist synthetisch gefärbt (ohne Färbung erhält man ausschließlich durch Fettung und Temperatur verschiedene Brauntöne. Das machen wir z.B. bei unseren Gürteln). Aber synthetische Färbung ist gerade im Schwarzbereich nicht sehr schadstoffarm. Das war unsere Aufgabe. Wir wollten natürlich vorkommende Pigmente. Und wir wollten ein grau/schwarz. Nach vielen Wochen des Versuchens kam heute die Post – und es hat geklappt: we prowdly present unser grau-schwarzes manomama-Leder, frei von erdölbasierten Stoffen.
Pah, das geht doch gar nicht, schon gar nicht schwarz? Ja, das dachten wir auch erst. Aber im Zuge der Entwicklung unseres vegetabilen Lederersatzes haben wir uns auf die Suche gemacht, was denn Oliven im Lebensmittelbereich schwärzt, Käserinden und sonstige Überzüge bei Süßigkeiten. Wir sind wir fündig geworden. Und – es hält. Jetzt gehts los: wir produzieren Herrentaschen und Damen-Bags. Kollektion Nr. 4, du kannst kommen! Am 5.3. ist es soweit…
Liebe Grüße aus der Produktion,
Sina















Cool. Ich freu mich drauf.
Geil! Weiter so…
Wahnsinn! Ihr könnt echt stolz darauf sein! Und ich bin auch schon ganz gespannt auf die neue Kollektion!
@Sina: Schreib mir mal Genaueres. Mache gerade was zu Leder. Und ich habe – glaube ich – auch was für dich.
Ehrlich gesagt fände ich es jetzt nicht per se schlimm, gefällte Kastanienbäume zum Gerben zu nehmen. Stellt sich nur die Frage, WIE das geschieht.
Vielleicht könnte man etwa die Parkverwaltungen großer Städte kontaktieren – die fällen bestimmt immer wieder kranke Bäume, bevor die auf wen draufstürzen. So viel Holz wird zum Gerben doch nicht benötigt werden.
So könnte ich mir vorstellen, daß man mit solchen “Abfällen” den Bedarf bereits voll decken könnte – ohne zusätzlichen Schaden anzurichten also.