Ihr müsst euch nicht entschuldigen!


Wir wollen Jobs schaffen – soweit kein Geheimnis. Auch dass wir gerade Frauen bzw. Mütter oder Menschen, die es besonders schwer haben, wieder ins Berufsleben bringen wollen, haben wir von Anfang an gesagt. Wir kannten Geschichten, die das Leben schreibt, ohne große Hoffnung auf ein Happy End. Aber was wir in der letzten Woche erlebt haben, das hätten nicht mal wir zu (alb-)träumen gewagt.

Weit über 250 Näherinnen haben sich seit dem Zeitungsartikel letzte Woche (vielen Dank an die Augsburger Allgemeine) telefonisch bei uns beworben. Weil wir jedem, der in Frage kommt, eine Chance bieten wollen, haben wir alleine in dieser Woche 40 Bewerberinnen kennengelernt. Die meisten von ihnen teilen nach korrektem Amtsdeutsch ein Schicksal: multiple Vermittlungshemmnisse. Wir haben Frauen kennengelernt, die mit über 50 Jahren sowohl Lebens- als auch Berufserfahrung nachweisen können, die sie zu Top-Mitarbeitern machen sollte, die sich dann mit Tränen in den Augen dafür entschuldigen, dass sie ein paar Jahre aus dem Job waren, weil sie vier Kinder groß gezogen haben. Natürlich kennt man solche Geschichten vom Hörensagen. Wenn einem dann aber plötzlich eine verschüchtere Frau gegenübersteht, eine Frau, die kein Gefühl mehr dafür hat, dass sie, ihre Arbeitsleistung und ihre Erfahrung so unheimlich viel Wert sein können, wenn diese Frau dann noch sagt, dass das Arbeitsamt ja auch einen Teil ihres Gehalts übernehmen würde, wenn man ihr nur eine Chance gäbe – ja dann steht auch das manomama-Team sprachlos schluckend da und fragt sich, wie es so weit kommen konnte.

Letzte Woche fragte uns eine Dame am Telefon “Was sind sie denn für wahnsinnige Leute?”. Muss sich eine Frau als schwer vermittelbar abstempeln lassen, weil sie einen guten Job als Mutter gemacht hat? Kann man sich Respekt nur über Arbeitsleistung verdienen? Da muss die Frage erlaubt sein, was oder wer hier wahnsinnig ist….

Man könnte jetzt darüber fachsimpeln, ob hier Politiker, Job-Center-Berater oder Programme ihren Job nicht gut machen, man kann aber auch einfach die Ärmel hochkrempeln, Aufträge ranschaffen und diesen Frauen zeigen, dass sie noch so unheimlich viel Wert sind und wir sie brauchen. Genau das tun wir. Aber seid euch sicher, wir wissen ganz genau, dass wir das nur tun können, weil ihr uns so unterstützt. Weil ihr gemeinsam mit uns an so etwas Wahnsinniges glaubt. Danke an euch da draußen und danke an die vielen, vielen Frauen, die den Mut aufbrachten und sich bei uns beworben haben. Wir sind überwältigt. Ein Gefühl, das anhält.

10 Antworten zu “Ihr müsst euch nicht entschuldigen!”
  1. Carina Siegmund sagt:

    Ich finde das ganz große Klasse!! Alles Gute für das stetig wachsende Team und weiterhin viel Erfolg mit Manomama!!

    Carina

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  2. geelinde sagt:

    Ich wünsche Euch soooo sehr Erfolg! Ihr macht nicht nur Eure Träume wahr, sondern auch die anderer – mehr noch, Ihr gebt anderen, die schon nicht mehr zu träumen wagen, ihre Träume wieder zurück. HUT AB!

    Soviel Mut und Entschlossenheit gehört honoriert. Ihr schafft das!

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  3. MNachtsheim sagt:

    Ich krieg eine Gänsehaut, wenn ich das lese! Puh, ich beneide Euch gar nicht darum, eine Auswahl treffen zu müssen…

    Manomama mit der ganzen Philosophie begeistert mich und gibt unserem kleinen Team hier viel Motivation an unseren nachhaltigen fairen Landwirtschafts-Projekten weiter dran zu bleiben!

    lg
    martina

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  4. zehnbar sagt:

    Das ist gelebtes soziales unternehmerisches Engagement. Nicht irgendwelche Kühe in Indien kaufen, sondern Frauen vor Ort in Lohn und Arbeit bringen. Wenn ich dann noch jeden Tag die Unterschrift von einer der Damen in meinem T-Shirt trage, bin ich richtig stolz. Weiter so!
    LG
    Maren

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  5. Sniddre sagt:

    Ein ganz großes Lob an das manomama-Team!!!
    Jedem dem ich bisher von manomama erzählt habe, war erst skeptisch, vor allem bezüglich dem Preis. Erst als ich ihnen sagte “Hey das wird in Augsburg genäht” (was quasi direkt vor unserer Haustüre liegt), waren sie sofort begeistert.
    Die Leute sind bereit mehr dafür zu bezahlen, wenn es hier vor Ort genäht wird. Vor allem weil sie wissen, dass es sehr viele Näherinnen in Augsburg gibt, die ihren Job nicht mehr machen können.
    Deshalb finde ich es klasse, dass manomama es den Näherinnen wieder ermöglicht.

    lg
    Sniddre

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  6. [...] dem Blockbeitrag von heute wird beschrieben, welche Gefühle das Team bei der Auswahl und der Einstellung ihrer [...]

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  7. [...] eines zu sagen. Wir würden gerne alle einstellen. Warum? Lesen Sie hier in diesem Artikel auf dem Manomama-Blog. Eine fantastische Geschichte über die Personalsuche eines jungen [...]

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  8. [...] Sie hier in diesem Artikel auf dem Manomama-Blog, was die Gründer des Manomama-Teams bei der Personalsuche [...]

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  9. rednoserunpet sagt:

    ooo das bin ja ich, die ihr da beschreibt. allerdings würde das arbeitsamt noch nicht mal einen teil meines lohnes übernehmen, weil ich sogar 10 jahre zu hause geblieben bin..

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  10. Anette sagt:

    Ich wünschte mir einen Betrieb wie den Euren in meiner Nähe…

    Liebe Grüße, Anette

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