Archiv für den Monat März 2010

Tragt es mit und tragt es weiter!

Sonntag, 28. März 2010 2 Kommentare »
Abgelegt unter Hinter den Kulissen, Rund um manomama-Produkte

werbung

Es gibt zwei Fragen, die man bei Unternehmensgründungen ständig beantworten muss: Was wird angeboten und wie kommt man an Kunden? Während sich die erste Frage meist recht leicht beantworten lässt, ist der zweite Punkt schwieriger.

Üblicherweise werden Millionenbeträge in Imagewerbung und Produktkommunikation investiert, um  Markenbekanntheit zu steigern und die “Brand” zu emotionalisieren. Bei manomama – nicht. Bei uns stehen die Menschen im Mittelpunkt. Diese sind es auch, die unsere Marke ausmachen. Von Anfang an. Und auch in Zukunft. Daher hat sich manomama kommunikativ den Sozialen Netzwerken verschrieben. Wir glauben an unser Tun und möchten begeistern und empfohlen werden.

Wie aber erfährst Du von manomama?
Wie es in den modernen Medien ist: im steten Dialog. Wir alle sind persönlich greifbar. Frag uns einfach. Ob über twitter, facebook, deine Manomama oder die gute, alte Email. Wenn du willst, kannst du uns auch einen Brief schreiben. Egal welchen Weg du wählst, du wirst immer echte Menschen erreichen, die das Konzept von manomama voll und ganz vertreten und dir Rede und Antwort stehen.

Darüber hinaus vertrauen wir auf unsere Idee. Eine Unternehmung, deren Zeit gekommen ist, und die weiterempfohlen wird von Menschen, die das Konzept unterstützen: von unseren Manomamas. Von Euch. Dafür sagen wir heute schon “Danke, dass ihr es mittragt. Und weitertragt”.

Sina bei Rollers – manomama ontour!

Samstag, 27. März 2010 10 Kommentare »
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Die Geschichte eines Kleidungsstücks fängt viel früher an, als die fertig zugeschnittenen Einzelteile zusammenzunähen. Da wir uns bei manomama absolute Transparenz auf die Fahnen geschrieben haben, machen wir uns die nächste Zeit auf, euch auch bei unseren Zulieferern hinter die Kulissen blicken zu lassen.

Zum einen, weil auch diese Familienbetriebe nichts zu verbergen haben. Zum anderen aber auch, um diesen “Teil der Wertschöpfungskette” aus der Anonymität herauszuholen. Darüber hinaus vielleicht auch ein bisschen, um euch zu zeigen, dass vor dem letztendlichen Zusammennähen schon unzählige Hände die Stoffe in den Händen hatten, um daraus ein “Stück Buntwäsche” werden zu lassen.

Heute, in unserem ersten Film, habe ich mich mit Helge Thomas auf die Alb gemacht – zu Rollers, die kleine, aber feine Färberei in Albstadt!

Zeit für ein “sauberes” Etikett

Freitag, 26. März 2010 6 Kommentare »
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sauberes_etikett

Habt ihr euch schon mal Gedanken gemacht, was so in eurer Kleidung steckt? Okay, die Hälfte, die jetzt den Kopf schüttelt, ziehe mal bitte das Oberteil aus und schaue aufs Etikett… Und? Alles prima?

Die Informationen zu eurer Kleidung habt ihr dem Textilkennzeichnungsgesetz zu verdanken. Das schreibt vor, dass und wie Textilien gegenüber Endverbrauchern deklariert werden müssen. Beispielsweise 50% Baumwolle und 50% Polyester. Das wars. Baumwolle bleibt nämlich schlicht und ergreifend Baumwolle, auch wenn sie zwischenzeitlich gebleicht, gefärbt und bedruckt wurde.

In den letzten Jahren wurden immer wieder Stimmen laut, das Textilkennzeichnungsgesetz wäre angestaubt. Kein Wunder, ist die ursprüngliche Fassung doch 40 Jahre alt, die letzte Änderung war dann 2007. Was betagt ist, muss aber nicht zwangsläufig schlecht sein.

Gehen wir der Sache auf den Grund und nehmen doch einfach mal ein Beispiel aus dem Alltag: eine ganz normale Jacke. Was wird wohl auf dem Etikett stehen, das alle Anforderungen des Textilkennzeichnungsgesetzes erfüllt? Der Stoff. Sonst nichts. Es werden dir nur prozentualen Anteile der verschiedenen Fasern genannt.

Der Rest darf unter den Tisch fallen – und genau das tut er in der Praxis auch. Was ist nun aber mit den 1000 anderen Bestandteilen einer solchen Jacke? Dem Reißverschluss, den Knöpfen, dem Kunststoffanhänger am Zipper oder ganz banal – dem Faden? Genau. All das darf per Gesetz verschwiegen werden. So können Hersteller auch mit Bio-Kleidung werben, weil sie aus 100% kbA-Baumwolle ist, weil der Rest nicht hinterfragt wird. Nun muss man wissen, dass gerade Färbe- und Druckverfahren häufig so schädlich sind, dass der Träger doch zumindest informiert werden sollte. Allergiker werden vermutlich gerade heftig nicken. Nun, nichts davon muss erklärt werden.

Seit vielen Jahren fordern engagierte Menschen ein echtes, sauberes Etikett, das alle Bestandteile eines Textilprodukts deklariert. Allen voran Kirsten Brodde, die sich unter anderem bei Green Action – der Community von Greenpeace – für ein ehrliches Etikett einsetzt, was wir seit den Planungszeiten von manomama auch auf unserer Website unterstützen. Doch die Textilindustrie wehrt sich – erfolgreich bisher. Das ist – so wenig das Etikett verrät – doch irgendwie verräterisch.

Was aber kein Gesetz auf der Welt verbietet, ist die freiwillige Deklaration der einzelnen Materialien und Zutaten. Und genau das tun wir. Wir bieten euch ein sauberes, transparentes Etikett, das euch jedes kleinste Detail verrät. Um keine Rätselaufgabe daraus zu machen, ist unser Etikett so aufgebaut, dass ihr ganz oben die Materialien zum Stoff selbst seht, direkt darunter die Deklaration der Zutaten wie Reißverschluss, Faden, etc. und am Ende noch die Farb- und Druckdeklaration.

Wir wünschen uns, dass man uns vertraut und deshalb gehen wir einen Schritt voraus und trauen uns etwas. Wir haben nichts zu verschweigen und setzen auf 100% Transparenz. Das ist einfach – besser für alle.

Dahinter steckt ein Mensch.

Donnerstag, 25. März 2010 17 Kommentare »
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von_mensch_zu_mensch

Kennt ihr die Momente, in denen man am liebsten im Boden versinken und nie wieder auftauchen möchte? Zeiten, in denen man Anonymität schätzt. Wenn ich mich früher mit jemandem unterhielt, sah ich sein Gesicht, konnte Mimik und Gestik deuten und lernte mein Gegenüber kennen. Das Internet brachte diesbezüglich eine Veränderung. Wer will, kann anonym bleiben. Das mag manchen schützen, gleichzeitig ist es eine Gefahr.

Das lässt sich auch auf unseren täglichen Konsum übertragen. Nehmen wir den Gang zum Bäcker am frühen Morgen. Geht es einem nicht irgendwie besser, wenn jemand schon beim Hereinkommen nach der Laugenstange greift, weil man sich kennt und weiß, was der andere will? Verschwindet nicht manchmal sogar das grummelige Morgengefühl, wenn man in das erste bekannte Gesicht blickt?

Doch auch hier liegen Gefahr und Schutz nah aneinander. Schutz der anderen und Selbstschutz – um genau zu sein. Was wäre, wenn wir eine Jeans für 100 Euro kaufen möchten und beim Bezahlen direkt einer jungen Frau in die Augen blicken müssten, von der wir wissen, dass ihr Anteil der 100 Euro nicht einmal 10 Cent sind? Würden wir es kaufen? Vermutlich nicht. Die junge Frau gibt es aber trotzdem.

Der Film “China Blue” (DVD bei zweitausendeins.de) , den wir euch wärmstens empfehlen, hat uns die Augen geöffnet. Chinesische Jeans-Näherinnen versuchten demnach, kleine Briefchen in den Jeans zu verstecken und so ein “Ich wünsche Dir viel Spass beim Tragen” nach Amerika zu schicken. Leider kamen die Zettel nicht weiter als bis zur firmeneigenen Endkontrolle. Die Näherinnen wollen also keine anonymen, maschinengleichen Produzenten mit Nummern sein. Soweit, so unverwunderlich. Aber wie geht es weiter?

Wir erzählen euch hier, dass es unseren Mitarbeitern besser geht. Dass sie einen sozialen, fairen Job haben, der überdurchschnittlich bezahlt wird. Und weil wir euch beweisen wollen, dass das kein Marketing-Gag ist und die Näherinnen aus der Anonymität herausholen möchten, haben wir uns Folgendes überlegt: Auf jedem Etikett, das ohnehin an allen Produkten ist, steht der Name der Näherin. Dein Lieblingsshirt ist also nicht irgendwie irgendwo von irgendwem entstanden, sondern wurde in Augsburg von Gabi, Jutta oder Andrea genäht. Und das sollst du auch erfahren. Und anerkennen.

Wenn du dich über dein manomama-Produkt freust, dann sag es ihr doch einfach. Du kannst ihr künftig auf unserer Homepage auf dem Profil der jeweiligen Näherin Mitteilungen schicken, die Qualität bewerten und Grüße hinterlassen. Und es wird sie freuen – Gabi, Jutta, Andrea und all die anderen.

Eure Kathrin

Twitter verbindet!

Mittwoch, 24. März 2010 4 Kommentare »
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kathrin

Kathrin und mich verbindet eine Geschichte, die der beste PR-Berater nicht erfinden könnte. Irgendwann im Spätsommer 2009 lernte ich über ein paar Tweets und ein späteres Treffen Kathrin aus München kennen. Es folgten Gespräche, unzählige Telefonate. Schnell stellte sich heraus, dass Kathrin und ich nicht nur völlig auf einer Wellenlänge lagen und liegen, gleich alte Kinder haben (die sich so nebenbei auch noch hervorragend verstehen), Männer mit denselben Berufen und ebenso im gleichen Alter, nein – unser beruflicher Werdegang war exakt: konträr. Kathrin gab das auf, womit ich begann, nachdem ich aufgab, was sie nun begann. Kurzum: Sie opferte freiwillig ihre kleine Nähmanufaktur “Nähzimmer”, um über ein Grafikdesignstudium in der Werbung Fuß zu fassen. Ich verließ meine Agentur, um zu nähen.

Wie aber kommt “frau” auf die Idee nach Jahren in Bank und Unternehmensberatung ein “Nähzimmer” zu eröffnen? Kathrin lacht: “Die Idee zum Nähzimmer kam in meiner Schwangerschaft. Ich war immer sehr erstaunt, dass zwar einerseits alle Eltern Wert darauf legen, dass ihr Kind einzigartig und ganz anders als alle anderen ist und das nicht selten in der Namensauswahl deutlich machen, ihr Kind dann aber von Kopf bis Fuß in Sachen stecken, die noch ein paar Millionen anderer tragen.” Ihre Mutter, Damenschneiderin griff ihr fachlich unter die Arme und produzierte fleißig, während Kathrin sich um das ganze Drumherum kümmerte und in kurzer Zeit wurde aus der Idee ein richtiges Unternehmen.

“3 Jahre war das Nähzimmer mein Baby bis ich merkte, dass es an der Zeit war, mich wieder mehr um mein echtes “Baby” und meine Familie zu kümmern.” Es folgte der Schlussstrich. Doch Kreative bleiben kreativ und so kam auch Kathrin nicht wirklich zur Ruhe. Über Anfragen von Freunden landete sie Stück für Stück immer mehr im Bereich der Kommunikation und Werbung. “Ich wollte, wie der Franke sagt, dass es Hand und Fuß hat und so begann ich nochmal mit einem Studium, denn ich wollte auch das Handwerkszeug dazu beherrschen. Ich war fasziniert von dem Gedanken als Weltverbesserer in die Werbung zu gehen und zu zeigen, dass es auch durch ehrliche Kommunikation geht. Dass es so schnell gehen würde, hatte ich natürlich nicht gedacht.”

Und die Art ihrer Kommunikation verdankt sie ihren Genen: fränkischen. “In der Kommunikation bin ich fränkisch: “Einfach geraderaus.” Ich bin fest davon überzeugt, dass man nichts beschönigen und mit netten Attributen versehen muss, um verkaufen zu können. Wenn man etwas Gutes macht, auf das man stolz ist, kann man in der Kommunikation auch auf Ehrlichkeit und Transparenz setzen. Das ist es auch, was mich an manomama reizt. Keine trendigen Schlagwörter, sondern ehrliche Fakten. Ist es nicht auch für einen Werber eine viel größere Befriedigung, Menschen mit der Wahrheit begeistern zu können?”

Und das tut sie künftig, als Verantwortliche für die Kommunikation und das Communitymanagement – bei manomama.

Liebe Kathrin, danke, dass es dich “Schwester” – und Twitter – gibt!

Deine Sina

Nachtrag: Kathrin hat uns von Anfang an neben ihrem Studium geholfen. Und gute Leute werden belohnt: Sie hat ein Stipendium erhalten, das sie angetreten ist. Für ihre liebe HIlfe sagen wir “Danke” und wünschen ihr herausragenden Erfolg als Grafik-Designerin.


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